Quo vadis, SV Pöchlarn?. Über die schwierige Zukunft in der Nibelungenstadt.

Von Michael Bouda. Erstellt am 14. Oktober 2020 (00:13)

Wolfgang Reissner ist Geschichte – zum zweiten Mal. Im Herbst 2018 trennte sich der 1.-Klasse-West-Klub – um ihn dann drei Monate später wieder zurückzuholen. Nun war es Reissner selbst, der die Reißleine zog.

Der Abgang des 61-Jährigen ist dabei symptomatisch für die Probleme in Pöchlarn. Reissner war zugleich Trainer und Sportlicher Leiter – eine nicht unproblematische und denkbar schwierige Konstellation, vor allem wenn es sportlich nicht läuft. Insbesondere mit der Coronakrise musste Reissner aber noch weitere Aufgaben im Verein übernehmen – vom Zeugwart bis zum Bewässern des Rasens. Auf Dauer zu viel für eine Person, so groß das Engagement auch sein mag.

Das Problem der Pöchlarner: Es gibt zu wenige Funktionäre. Die Nibelungenstädter wollen sich nun neu aufstellen. Es gebe neue Leute, die im Vorstand mitarbeiten wollen, wie Obmann-Stellvertreter Josef Heinreichsberger erklärt. Das ist zu hoffen. Denn nur mit einem funktionierenden Verein im Hintergrund ist auch der sportliche Erfolg der Mannschaft auf längere Sicht gesichert.

Reissner setzte zwar, wie er sagte, ein Zeichen, um die Mannschaft wachzurütteln. In Wahrheit setzte er ein Zeichen für den ganzen Verein.