Rückkehr eines Unbequemen. Markus Glück über das Antreten der Liste Pilz im Wahlkreis.

Von Markus Glück. Erstellt am 29. August 2017 (05:00)

In Wahrheit passt der Ex-Grüne Peter Pruzina zu keiner politischen Bewegung besser als zur Liste Pilz. Nicht nur, dass der Wahl-Melker ein ausgesprochener Querdenker ist, scheut er sich auch nicht davor, unbequeme Themen anzusprechen oder – aus Rücksicht auf andere – ein Thema nicht zu behandeln.

Dass das bei der Bevölkerung nicht immer gut ankommt, musste Pruzina in den wenigen Jahren seiner Gemeinderats-Karriere bei den Grünen oft genug miterleben. Egal ob es das Thema Wachauring oder der Streit mit der eigenen Partei, betreffend des freiwilligen Konzeptes beim Mobilitätstaxi war, Pruzina eckte an, und er gefiel sich auch meist in dieser Rolle. Ein Punkt, den er mit seinem neuen „Parteichef“ Peter Pilz gemeinsam hat. Auch Pilz galt in der Grünen-Bewegung als Unbequemer, der innerparteilich ebenso kritisiert wurde.

Spannend wird sein, ob der polarisierende Pruzina und sein nicht minder umstrittener Parteikollege Hubsi Kramar den Grünen, die im Nationalratswahlkampf nur schwach aufgestellt sind, im Wahlkreis Stimmen abjagen können.