Suche nach Nummer eins. Über die Kandidatensuche der Ybbser Volkspartei.

Von Markus Glück. Erstellt am 20. August 2019 (05:00)

Als einzige Ybbser Partei hat die ÖVP noch keinen Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahl. Trotz geeigneter Kandidaten ist die Entscheidung schwierig. Kantige und kritische Oppositionsarbeit steht oftmals wirtschaftlichem Interesse gegenüber. Und während die Stadträte Becksteiner und Ebert zwar über hohe Bekanntheit verfügen, hemmen wirtschaftliche Verflechtungen oftmals die Angriffslust. Eine Lust, die VP-Parteichef Kratzer zwar verspürt, seine fehlende Bekanntheit ist aber ein Hemmschuh.

Bleibt als Alternative eine Überraschungskandidatin, die, glaubt man den Gerüchten, Silke Dammerer heißen soll. Die Gebietsbäuerin hat bereits bewiesen, dass sie für ihre Interessen brennt und die Öffentlichkeit nicht scheut. Zudem ist sie wirtschaftlich unabhängig. Dammerer ist aber auch ein Wagnis: Die SPÖ würde durch sie zwar gehörig Gegenwind verspüren. Der Wind könnte aber auch für die eigenen Funktionäre bei unterschiedlichen Meinungen stark spürbar sein.