„Supersauber“ sieht anders aus. Markus Glück über das politische Verständnis in Bischofstetten.

Von Markus Glück. Erstellt am 16. Januar 2018 (05:00)

Gemunkelt wurde über wirtschaftliche Turbulenzen der Baufirma von Bischofstettens VP-Ortschef Reinhard Hager ja schon lange. Nun heizt aber die Anzeige durch die Gemeinde Texing die Spekulationen kräftig an und rückt dabei auch Hagers Tätigkeit als Bürgermeister in ein zweifelhaftes Licht.

Abseits der persönlichen Verluste Hagers, aber auch seiner Mitarbeiter, die seit November auf ihre Gehälter warten, trägt Hager als Ortschef eine politische Verantwortung. Es wirkt eigenartig, wenn der Bürgermeister bei einer Ausschreibung in der eigenen Gemeinde mit seiner Firma bei gleich zwei Arbeiten gewinnt.

Nachdem bereits versprochene Arbeiten in Texing von seiner Baufirma jedoch nicht erfüllt werden konnten, nährt sich in Bischofstetten nun auch die Sorge über Verzögerungen beim Bau des Dorfzentrums. „Supersauber“, um Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser zu zitieren, scheint die Sache also nicht. Erhärten sich die Verdachtsfälle, bleibt am Ende nur ein Rücktritt, der laut Gerüchten in der Gemeinde bereits im Februar erfolgen soll.