„Trump-Niveau“ ist fehl am Platz. Markus Glück über die Bürgerinitiative „Ritter der Au“.

Von Markus Glück. Erstellt am 27. Februar 2018 (05:00)

In einer Demokratie ist eine Bürgerinitiative ein wichtiges Instrument, um die Interessen der Bürger zu bekunden. Ebenso wichtiges Gut für eine Demokratie ist aber auch eine kritische Medienlandschaft. Gerade mit Zweiterem haben einige Mitglieder der Bürgerinitiative „Ritter der Au“ aber ihre liebe Not.

Dass ein US-Präsident gegen die Medienlandschaft poltert, ist man mittlerweile gewohnt, Fake-News seither ein gängiger, meist missbräuchlich verwendeter Begriff. Dass eine engagierte Bürgerinitiative allerdings auf „trumpschem Niveau“ gegen die lokale Medienlandschaft poltert, ist nicht nur unseriös, sondern auch höchst bedenklich.

Die Entschuldigung der Obfrau der „Ritter der Au“ war aber ehrlich und das Bedauern über die Vorfälle ernst gemeint, dennoch hat es der Initiative deutlich geschadet. Im Kampf gegen das Jungbunzlauer-Werk muss man im Sinne der Demokratie aber hoffen, dass es der Initiative nicht den Todesstoß gegeben hat. Denn das Land braucht gerade in Zeiten wie diesen mehr denn je kritische Bürger und deren Initiativen.