Wenn junge Löwen brüllen. Über das neue Nachwuchs- und Reservekonzept des SC Melk.

Von Michael Bouda. Erstellt am 18. Februar 2020 (01:44)

Kein „Sammelbecken“ für ausrangierte Spieler, keine zweite Reihe. Der SC Melk strebt danach, sein Reserveteam aufzuwerten. Mit einem Konzept, das einleuchtet. Denn die Aufwertung reicht nicht nur bis zur neuen Bezeichnung „Young Lions“. Die Reserve soll die Spitze des Nachwuchseisbergs sein, ein „roter Faden“ soll sich vom Kinder- bis zum Erwachsenenfußball ziehen. Um etwas Entscheidendes im Amateurfußball zu erreichen: die Kampfmannschaft, auch in einer 2. Landesliga, so weit wie möglich mit eigenen Spielern zu speisen.

Dass der Name an die SKN St. Pölten Juniors oder die Young Violets der Wiener Austria erinnert, mag zum Schmunzeln anregen, tut der Sache aber keinen Abbruch. Freilich: Beim Konzept der „Young Lions“ ist eine Marketing-Strategie unverkennbar. Abgetan als solche kann es aber nicht werden. Es bedarf des Willens und des Einsatzes, den Nachwuchsbereich bis zur Vorstufe des Erwachsenenfußballs zu professionalisieren. Und die Anzahl der Nachwuchstrainer beim SC Melk oder die Tatsache, dass von den Bezirksvereinen nur Melk zwei Teams in der Nachwuchslandesliga stellt, zeugen davon, dass „the making of Young Lions“ mehr ist als leere Worthülsen. Die Löwen wollen Melk zum Nachwuchsmagneten machen. Das Konzept dafür haben sie.