Wo die Liebe halt so hinfällt. Über Verflossenes und Annäherungen in Marbach.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 17. Februar 2021 (05:06)

Die Zeit heilt alle Wunden, das gilt auch für Trennungsschmerz. Nach der Gemeinderatswahl im Jänner 2020 verlor die Marbacher SPÖ nach einer Wahlschlappe die Absolute. Bis zuletzt erhofften sich die Sozialdemokraten eine Koalition mit der ÖVP – 20 Jahre waren Rot und Schwarz die einzigen politischen Kräfte. Doch Bürgermeister Grafeneder schloss das Bündnis lieber mit der FPÖ.

Während „Schwarz-Blau“ dieser Tage seinen ersten Jahrestag feiert, sagt Grafeneder, er spüre vonseiten der SPÖ keine „große Liebe“ ihm gegenüber. Wäre ja auch eigenartig, nachdem er die Genossen nach den gemeinsamen Jahren sitzen ließ. Eine Annäherung zwischen den beiden wäre für die Gemeinde aber gut. Grafeneder startete quasi mit dem Ausbruch der Coronas ins Amt, die regierungserfahrene SPÖ könnte hier helfen. So auch bei laufenden Projekten, wie etwa dem Umbau des Möbelhauses Grubmüller zu einer Betreuten Wohnhausanlage. Vieles wurde schließlich in der „roten“ Ära in die Wege geleitet.