Zivilcourage statt Hass. Über verwunderliche Reaktionen auf die Asylheim-Schließung.

Von Markus Glück. Erstellt am 21. Mai 2019 (05:00)

Ein Asylheim mitten in der Ybbser Altstadt weicht, um in Zukunft die Stadt mit einem weiteren Gasthaus sowie Wohnungen zu attraktivieren. Durch die Pensionierung der Asylheim-Betreiberin hat die Stadt die Chance ergriffen, weitere Akzente für die Innenstadt zu setzen – ein guter Schachzug von SP-Stadtchef Alois Schroll.

In den sozialen Netzen wird die Stadt aber nicht für die Belebung der Innenstadt gefeiert, sondern für die Schließung des Asylheims. „Raus hier, und kommt nie wieder zurück“, sind noch die „netteren“ Kommentare, die die Grenzen des guten Geschmacks unterschreiten. Vier Jahre nach der Flüchtlingskrise und trotz drastisch sinkender Asylzahlen sitzt der Hass weiterhin tief.

Man mag sich nicht ausmalen, was in den Köpfen der Mitglieder des Vereins „Vielfalt“ bei solchen Kommentaren vorgeht. Diese sind es nämlich, die sich bemühen, das gute Zusammenleben in der Stadt zu fördern: ohne Hetze und Hass, dafür mit Herzblut und Zivilcourage.