Mit Aktionismus gegen Abstieg. Raimund Bauer über den ausbleibenden Trainereffekt in Bischofstetten.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 07. Juni 2017 (05:00)

Jetzt ist es früher geschehen als erwartet. Günter Kastenhofer und der 1.-Klasse-West/Mitte-Verein Bischofstetten gehen ab sofort getrennte Wege. Ein Abschied war schon geplant, aber erst im Sommer.

Doch die Situation veränderte sich. Im Frühjahr kristallisierte sich heraus, dass die Sportunion finanziell einsparen muss. Zwar blieb fast der gesamte Kader, doch die Turbulenzen gingen an den Kickern nicht spurlos vorüber.

Im Herbst noch mit 18 Punkten auf dem siebenten Tabellenrang, rutschte Bischofstetten im Frühjahr ab. Lediglich fünf Punkte holte Kastenhofer mit seiner Elf. 41 Gegentreffer in der Rückrunde 24 im Herbst) zeigen ein eindeutiges Defensivproblem. Nur Radlberg hat über die gesamte Saison gesehen mehr Gegentore erhalten. Jetzt reagierten die Verantwortlichen noch gemeinsam mit Günter Kastenhofer und gaben die Trennung bekannt.

Die Hoffnung liegt auf Bartlomiej Swiatek und einem damit verbundenen Trainereffekt. Beim 1:5 gegen Markersdorf blieb dieser vorerst aus. Der Aktionismus hat einmal nichts gebracht. Und bei dem Restprogramm mit Titelmitfavorit Lilienfeld und dem Derby gegen Loosdorf hat Swiatek ein Himmelfahrtskommando übernommen. Das Team muss jetzt über sich hinauswachsen. Ansonst steht der Abstieg ins Haus.