Der Hemmschuh Abstiegsangst. Über die neuen Chancen beim SC Melk.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 24. Juni 2020 (02:31)

Nun ist es Gewissheit. Petr Kurtin verlässt den 2. Landesligisten SC Melk. Dieses Mal ist die laut Alfred Konrad „Lebensversicherung“ der Melker endgültig am Absprung.

Ein nächster herber Schlag nach der Coronakrise. Doch für die Bezirkshauptstädter auch eine neue Chance. Zu sehr war man in den letzten Jahren abhängig von Kurtin. Dabei hefteten sich die Melker stets ihre gute Nachwuchsarbeit an und vor allem deren Investitionen darin. Das von Markus Tirmann ins Leben gerufene Projekt „Challenge 2019“ sollte im Herbst schon Nachwuchsspieler für die Kampfmannschaft bringen. Die Ist-Situation 2020: Triebfeder Markus Tirmann und der SC Melk trennten sich.

Auch der Sportliche Nachwuchsleiter Ronald Kraaibeek ist nicht mehr bei den Melker Löwen. Im Frühjahr waren vier Legionäre im Kader der Melker. Eigene Nachwuchsspieler fanden nur sporadisch den Weg in die Kampfmannschaft. Auf Legionäre zu setzen ist keineswegs abwegig, doch wenn sich ein Klub nach außen hin als Nachwuchsförderer präsentiert, muss das auch in der Kampfmannschaft zu sehen sein.

Das war es bisher zu selten. Jetzt wäre die perfekte Zeit. Da darf auch am Ende die Höhe der Liga nicht ausschlaggebend sein. Wie sonst sind die Legionärsverpflichtung zu erklären, als wie durch den Hemmschuh der Abstiegsangst.