Keine Hülsen, sondern Taten. Über den Weg des USC Mank.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 01. Juli 2020 (02:40)

Wer kennt sie nicht, die Phrasen und Fußballweisheiten im Fußball. Beispiel gefällig: Das Runde muss ins Eckige. Doch auch wie sich ein Verein ausrichten soll, gibt es genug Phrasen. Die Beliebteste während finanzieller Turbulenzen oder Krisensituation: Wir setzen auf unseren eigenen Nachwuchs.

Doch oftmals bleibt es bei der Absicht. Die Umsetzung, vor allem im Moment wenn die Liquidität wieder steigt, findet oft nur wenig bis keinen Anklang. Doch da sticht der USC Mank heraus. In den letzten Jahren war die Absichtserklärung auch vorhanden, doch seit letzten Sommer wird der Weg mit eigenen Mankern, auch bestritten.

Sportlich hinkt der USC zwar den glorreichen Zeiten, als man sogar den sechsten Rang in der 2. Landesliga mit zahlreichen Manker Spielern erreichte noch nach, doch ein Fundament wurde jetzt errichtet. Vor allem die damaligen Manker Eigengewächse fanden vermehrt den Weg in den Vorstand und zogen die Linie auch schon vor der Coronakrise durch. Das Ergebnis: In der kommenden Saison befinden sich nur mehr drei Spieler im Kader, die nicht im Manker Nachwuchs waren.

Die damit gewonnene Identität geht einher mit der Solidarität, die sich in Krisenzeiten wie diesen noch mehr festigt. Das Motto in Mank: Keine Worthülsen, sondern Taten.