Erstellt am 28. Dezember 2016, 11:18

von Raimund Bauer

Nibelungentreue fehl am Platz. Raimund Bauer über den Austausch der Legionäre beim SV Pöchlarn/G.

Nun ist auch der zweite Legionär beim SV Pöchlarn bereits Geschichte. Der 1. Klasse West-Klub trennte sich nach Roman Kucernak auch von Jiri Valasek.

Der Tscheche erzielte lediglich fünf Tore. Doch die Ausbeute war nicht der ausschlaggebende Grund für Trainer Wolfgang Talir. Die fehlende Integration des Offensivakteurs führte zur Trennung. Somit gaben die beiden Gastarbeiter nur ein kurzes Spiel in der Nibelungenstadt. Im Sommer wechselten Kucernak und Valasek zum Aufsteiger, um Trainer-Sohn Marco Talir in der Offensive zu ersetzen. Die Ausbeute war aber mäßig. Mit lediglich 15 Treffern im Herbst erzielten die Pöchlarner die drittwenigsten Tore. Die starke Defensive, die ebenfalls nur 15 Tore bekam, kaschierte die fehlende Offensivpower. Hier hat sich Neuzugang Andreas Strunz, der ein starkes Innenverteidiger-Duo mit Patrick Brandstetter bildet, etabliert. Im Gegensatz zur Offensive.

Die Suche nach einem neuen Legionär läuft schon seit dem Herbstdurchgang. Doch einen Vollzug meldeten die Pöchlarner noch nicht. Dieser soll aber gleich nach Jahresbeginn feststehen. Dass die Verantwortlichen nicht an Valasek und Kucernak festhielten, ist verständlich. Bei Legionären muss mehr erwartet werden. Nibelungentreue ist hier fehl am Platz.