Schade, aber verständlich. Armin Grasberger über den Abgang von Patrick Schrampf in Pöchlarn.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 27. November 2018 (05:00)

Verlässt ein wichtiger Kicker seinen Club, dann ist das natürlich suboptimal. Aber: Jeder Spieler ist ersetzbar. Wirft hingegen ein verdienter Funktionär das Handtuch, reißt das oft ein viel größeres Loch in das Vereinsgefüge als der Abgang eines Stars.

Patrick Schrampf ist so ein verdienter Funktionär. Oder besser gesagt: Er war es. Schrampf hat sich schweren Herzens dazu entschlossen, seine Ämter beim SV Pöchlarn zur Verfügung zu stellen. Die Nibelungenstädter suchen somit gleichzeitig einen neuen Sportlichen Leiter und einen Trainer. Eine Mammutaufgabe. Der scheidende Funktionär ist und bleibt auf alle Zeiten untrennbar mit den jüngsten Erfolgen des SV verbunden. Er war maßgeblich am Aufstieg in die 1. Klasse West und der dortigen Etablierung beteiligt.

Und jetzt will er nicht mehr. Schrampf fühle sich „ausgebrannt“. Angesichts des Pensums, das er in den letzten Jahren zu erfüllen hatte, nachvollziehbar. An dieser Stelle mag das zwar etwas seltsam erscheinen, aber, Hand aufs Herz: Es gibt am Ende des Tages doch Wichtigeres als den Sport. Das eigene Kind, die Familie. Dafür fand Schrampf immer weniger Zeit. Also hat er sich entschieden, einen Schlussstrich zu ziehen. Schade, aber definitiv verständlich.