Das Lechzen nach dem Ball. über erste Frühlingsgefühle und nicht allzu rosige Aussichten.

Von Michael Bouda. Erstellt am 24. Februar 2021 (02:20)

Es sind die ersten Knospen, die im Corona-Winter derzeit auf den Fußballplätzen des Bezirks sprießen. Die Bundesregierung gab für Individualtraining – ein Trainer und maximal drei erwachsene Spieler aus demselben Haushalt – grünes Licht. Zwar nehmen die unteren Klassen noch Abstand von der neuen Freigabe – auch aufgrund der vagen Aussichten, wann das Frühjahr offiziell gestartet wird. Die drei Landesligisten Kilb, Melk und Ybbs sind aber bereits mittendrin.

Dass die drei höchsten Bezirksklubs die kargen Möglichkeiten ausschöpfen, zeigt, wie sehr das Amateursport-Herz nach dem Fußball lechzt. Nach Monaten des einsamen Trainierens, mit Rückschlägen durch Lockdown-Verlängerungen und ohne große Aussicht auf Besserung kann nun trotzdem wieder über den heimischen Rasen gefegt werden.

Es ist die Euphorie erster fußballerischer Corona-Frühlingsgefühle. Ein Lichtblick. Klar ist aber auch, dass die Knospen nicht lange Knospen bleiben wollen. In zwei, drei Wochen wird das Fußballherz nach mehr lechzen. Der wirkliche Frühling, die Frühjahrsmeisterschaft, ist aber noch in weiter Ferne.