Planungssicher versus flexibel. Über das frühe Ende der Transferzeit im Amateurbereich.

Von Michael Bouda. Erstellt am 16. Juli 2019 (02:49)

Der 15. Juli ist Geschichte – und damit das Transferfenster im Unterhaus. Elf Tage hatten die Amateurklubs Zeit, um Spieler ab dem vollendeten 15. Lebensjahr von anderen Vereinen zu holen oder an solche abzugeben.

Es ist ein Termin, der Planungssicherheit verspricht: In der gerade begonnenen Saisonvorbereitung haben die Klubs alle personellen Belange ad acta gelegt, nun kann an der Startelf gefeilt werden. Was aber, wenn die Vorbereitung nicht glimpflich verläuft? Verletzt sich ein wichtiger, vielleicht erst vor wenigen Wochen gekommener Spieler, sind dem betroffenen Verein die Hände gebunden. Ein Nachjustieren ist nicht mehr möglich. Flexibilität sieht anders aus. Dass im Jugendbereich bis Ende September gewechselt werden kann, zeigt, dass es Bedarf gibt. Und betrachtet man den Profibereich, wo die Meisterschaften früher beginnen und die Transferfenster gleichzeitig länger geöffnet sind – beispielsweise im Fall von Österreich und Deutschland bis zum 2. September –, erscheint das markante Datum des 15. Juli im Amateurfußball noch kurioser.

Unterm Strich steht: Planungssicherheit gegen Flexibilität. Vielleicht wäre ein Mittelweg, beispielsweise ein Ende der Frist am 30. Juli, ein gangbarer Weg.