Greta Thunberg grüßt am St. Leonharder Hauptplatz. In Form eines 160 Quadratmeter großen Wandgemäldes in einer Seitengasse des St. Leonharder Hauptplatzes. Der Künstler kritisiert damit die Neugestaltung.

Von Michaela Fleck und Michael Bouda. Erstellt am 13. November 2019 (03:23)
Eine Woche wurde zu dritt an dem Wandgemälde, das sich auf der Hausmauer eines Privatgebäudes befindet, gearbeitet. 160 Quadratmeter beträgt die Fläche.
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Der neue St. Leonharder Hauptplatz ist um eine Facette reicher: Seit Kurzem ziert ein 20 mal acht Meter großes Wandgemälde des aus St. Leonhard stammenden Künstlers Moussa Kone eine Seitengasse. Darauf zu sehen: der neue Kreisverkehr als Würgeschlange um die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.

„Das Ergebnis (der Hauptplatzumgestaltung; Anm.) hat mich schon sehr gestört. Wir sprechen da von der Mitte des Ortskerns. Warum muss man da alles dem Automobil widmen?“, erläutert Kone seine Kritik an der Neugestaltung, die er mit dem Kunstwerk ausdrückt. Eine Uhr am Handgelenk Thunbergs soll Passanten darauf hinweisen, dass die Zeit in Sachen Klimaschutz drängt.

Wie es dazu gekommen ist? „Hans-Peter Buber, der Hausbesitzer, hat mich schon lange gefragt, ob ich auf seiner Hauswand etwas malen kann. Und als dann der Kreisverkehr verwirklicht wurde, hatten wir diese Kreisverkehrsidee als große Würgeschlange“, erklärt Kone.

St. Leonhards VP-Ortschef Hans-Jürgen Resel kontert: „Es ist nicht mehr verbaut als vorher. Ich höre eigentlich nie Negatives.“ Das Gemälde sieht er positiv: „Ich finde das Graffiti künstlerisch 1A – Gratulation.“