Zonen-Wirrwarr in Melk bald Geschichte

Kupferkanne-Parkplatz bei Melker Spital ist ab 1. Jänner 2022 nur mehr „grüne Kurzparkzone“.

Markus Glück
Markus Glück Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:25
mel41mg_melk_kupferkanne
Die Verwirrung um blaue und grüne Zone gehört ab 1. Jänner der Vergangenheit an. 
Foto: Glück

Seit der Einführung der gebührenpflichtigen Kurzparkzone am Kupferkanne-Parkplatz beim Melker Krankenhaus gibt es Diskussionen über die Zweiteilung der dortigen Parkflächen in grüne und blaue Kurzparkzonen. Unzählige Autofahrer klemmten seit 2016 einen Parkschein für die falsche Zone hinter die Windschutzscheibe. Ende August brachte ein Strafzettel die Wanger Unternehmerin Hermine Öllinger in Rage. Im besten Wissen, den richtigen Parkschein gelöst zu haben, besuchte sie das Krankenhaus. Bei ihrer Rückkehr fand sie einen Strafzettel vor – sie hatte einen Parkschein für die falsche Zone gelöst.

Abzockvorwurf brachte Parkzonen-Änderung

Gegenüber der NÖN machte sie ihrem Ärger Luft, beschwerte sich bei der Stadtgemeinde und sprach von „Abzocke der Stadt“. Die neuerliche Diskussion über die Zweiteilung des Parkplatzes veranlasste ÖVP-Bürgermeister Patrick Strobl dazu, die Thematik im zuständigen Ausschuss zu diskutieren. Im Jahr 2016 war der Grund für die Zweiteilung der Kurzparkzone, den Parkplatz nicht durch Dauerparker für Kurzparker, die einen Arzt- oder ein Geschäft besuchen wollten, zu blockieren. Strobl versprach gegenüber der NÖN eine Lösung, wollte aber auch die Wirtschaft einbinden.

Anzeige

Der öffentlichkeitswirksamen Beschwerde von Öllinger ist es jetzt wohl zu verdanken, dass ÖVP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann mit 1. Jänner 2022 das Ende der zweitgeteilten Kurzparkzone am „Kupferkanne-Parkplatz“ gegenüber der NÖN bestätigt. Künftig handelt es sich um eine grüne Zone. Die dazu notwendige Verordnung wird in der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen. „Die geteilte Kurzparkzone wurde auf Wunsch der damals in der Nähe niedergelassenen Ärzte eingeführt. Ihnen war wichtig, dass Patienten Parkflächen zur Verfügung stehen. Die Ärzte sind mittlerweile an anderen Standorten und das Anforderungsprofil hat sich gewandelt.“