Familie in Angst: Mann (28) randalierte. In einer Flüchtlingsunterkunft ging ein Afghane unter Alkohol- und Drogeneinfluss auf seine Großfamilie los.

Von Anna Faltner. Erstellt am 12. Dezember 2017 (05:00)
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Unter Alkoholeinfluss ging ein 28-Jähriger auf seine Familie los. Für Körperverletzung, schwere Drohung und Widerstand gegen die Staatsgewalt setzte es Anzeige auf freiem Fuß.

Ein Familienstreit in einer Flüchtlingsunterkunft artete in der Vorwoche derart aus, dass die Polizei anrücken musste. Der Anrufer schilderte ein Problem mit seinem 28-jährigen Bruder, der nach Alkohol- und Drogenkonsum randalierte.

Schon beim Eintreffen vernahmen die Beamten lautes Geschrei und aggressives Verhalten des Afghanen gegenüber seiner elfköpfigen Familie. Diese wirkte verängstigt und war gerade dabei, die Küche zu reinigen. Glassplitter und Reste von Flüssigkeiten waren am Boden verteilt. Eine aufschlussreiche Verständigung mit der Familie war wegen mangelnder Deutschkenntnisse nicht möglich.

Für Vergehen setzte es Anzeige auf freiem Fuß

Der lediglich in Jeanshose bekleidete Afghane nahm die Polizisten wahr, widersetzte sich aber deren Anweisungen. Nur unter Anwendung erheblicher Körperkraft brachten die Polizisten den Mann aus dem Haus und legten ihm Handfesseln an. Die Beamten gingen von einem Angriff gegen die Familie aus. Deswegen wurde ein 14-tägiges Betretungsverbot ausgesprochen.

Weil er bei der Festnahme nicht vernehmbar war, wurde er erst nach einer Nacht in Haft befragt. Als Grund für sein Verhalten gab er erhebliche Differenzen in der Großfamilie an. Es setzte eine Anzeige auf freiem Fuß wegen Körperverletzung, schwerer Drohung und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Vorübergehend dürfte er bei einem Freund untergekommen sein.