Lastkrafttheater zum zehnten Jubiläum als Auftragswerk

Erstellt am 10. Mai 2022 | 08:00
Lesezeit: 4 Min
Das Lastkrafttheater tour wieder durch Niederösterreich und hat anlässlich von 100 Jahre Niederösterreich "Des is afoch so" von Peter Pausz mit im Gepäck. Krankheitsbedingt muss die Vorstellung in Ybbs von 13. Mai auf 4. Juli verschoben werden.
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Seit Anfang Mai tourt das Lastkrafttheater wieder durch Niederösterreich. In Ybbs ist das Team von David Czifer und Max Mayerhofer am 4. Juli, 19 Uhr, bei der Firma Mitterbauer zu Gast. Der Eintritt ist frei. Erstmals, und das ausgerechnet zum zehnten Jubiläum, ist das Theaterstück dabei ein Auftragswerk anlässlich von 100 Jahre Niederösterreich. Die NÖN sprach im Vorfeld mit den beiden Initiatoren. 

NÖN: Sie widmen sich in diesem Jahr 100 Jahre NÖ. Wie nimmt das Theaterstück Bezug auf das Jubiläum?

David Czifer: In „Des is afoch so“ geht es um sechs Sagengestalten aus der niederösterreichischen Sagenwelt, die gemeinsam in einem Zauberwald leben. Als der Bürgermeister des Ortes ein FantasyAbenteuerBioParadies bauen möchte, beginnen sie dagegen anzukämpfen. Es ist ein unterhaltsames Stück über die niederösterreichische Identität, Freundschaft, sanften Tourismus versus Massentourismus, das von Peter Pausz einzigartig für das NÖ-Jubiläum geschrieben wurde.

Was ist das Besondere am diesjährigen Stück?

Max Mayerhofer: Wir dürfen zum ersten Mal ein Auftragswerk für das Land NÖ umsetzen, LH Johanna Mikl-Leitner hat das LASTKRAFTTHEATER unter allen Theatern in Niederösterreich ausgewählt das Stück zu 100 Jahre NÖ zu verfassen, da sind wir natürlich sehr stolz drauf und freuen uns sehr!

Die Bühne beim Lastkrafttheater unterscheidet sich in Größe und Form deutlich vom klassischen Theater – was sind hier die Herausforderungen für die Künstler?

Czifer: Beim Lastkrafttheater muss man anders spielen als im herkömmlichen Theater: Da wir meistens auf Hauptplätzen spielen, muss man das Publikum immer mitnehmen, es gibt also bei uns keine vierte Wand, wir spielen das Publikum in Gedanken immer mit. Jeden Tag sind wir in einem anderen Ort und das ist das Schöne am Herumziehen, jeder Abend ist anders und für sich einzigartig.

Die Coronapandemie war für das Theater und die Kultur nicht einfach – wie hat das Lastkrafttheater diese Zeit gemeistert?

Max Mayerhofer: Auch 2021 war für uns ein sehr herausforderndes Jahr, deswegen freuen wir uns natürlich umso mehr, dass wir 2022 ohne Auflagen wieder zu unserem Publikum kommen dürfen.

David Czifer: Natürlich aber hat uns Corona eine große Flexibilität abverlangt, Gott sei Dank zeigen sich aber auch alle unsere Sponsoren und Partner in den Gemeinden flexibel, wofür wir natürlich sehr dankbar sind. Wir sind der Meinung, dass wir alle wieder Kultur und Unterhaltung mehr denn je brauchen. Wir freuen uns schon sehr auf den Beginn der Tour!

Sie feiern heuer ihr 10. Jubiläum – wie kam es damals eigentlich zur Idee des Lastkrafttheaters und dachten Sie, dass es so ein durchschlagender Erfolg wird?

Max Mayerhofer: Das Lastkrafttheater ist von uns 2013 gegründet worden um einerseits das Lachen bei freiem Eintritt direkt vor die Haustüre zu servieren, aber vor allem, um Orte der Begegnung zu schaffen, etwas, das wir vor allem jetzt in unserer entzweiten Gesellschaft immer stärker brauchen.

David Czifer: Wir hätten niemals gedacht, dass es so ein großer Erfolg wird und da sind wir unseren Sponsoren wie der ArgeLogcom, der WKNÖ, der AKNÖ und dem Land NÖ, sowie unserem tollen Publikum sehr, sehr dankbar und freuen uns nun sehr wieder unterwegs sein zu dürfen!

Alle Termine unter www.lastkrafttheater.com

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