Das vergessene Stück der Donauuferbahn. Abschnitt zum Bahnhof Weitenegg besteht nach wie vor. SP-Ortschefin sieht darin eine Chance – die NÖVOG einen Lagerplatz.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 21. Juli 2019 (04:36)
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Die Gleise zum Bahnhof in Weitenegg gibt es trotz Bahn-Abrisses (Marbach im Bild rechts) nach wie vor. Derzeit wird die Haltestelle als Lagerfläche der NÖVOG genutzt.

Heiß umkämpft war sie bis zum Schluss, die Donauuferbahn. Einen Hoffnungsschimmer für die historische Trasse sehen manche immer noch, obwohl die Gleise seit Anfang des Jahres zwischen Hofamt Priel und Leiben aus dem Bezirk Melk verschwinden.

Ein Abschnitt der Bahn ist allerdings noch erhalten: Jene Teilstrecke, die zum Bahnhof in Weitenegg (Leiben) führt. Die Haltestelle befindet sich nach wie vor im Besitz der Niederösterreichischen Verkehrsorganisation (NÖVOG). Theoretisch könnte demnach die Donauuferbahn aus Emmersdorf kommend den Bahnhof in Weitenegg anfahren.

Gemeinde hat Interesse an Nutzung der Trasse

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Für SP-Bürgermeisterin Gerlinde Schwarz ist das vergessene Stück der Donauuferbahn eine Chance. „Die NÖVOG hält sich das meines Wissens nach offen. Vonseiten der Gemeinde Leiben besteht auf jeden Fall Interesse, die Strecke touristisch zu nutzen.“
Nachgefragt bei der NÖVOG, lässt Pressesprecherin Sandra Schardinger diesen Traum allerdings platzen.

Wie sie erläutert, steht die Nachnutzung dieses Abschnittes nicht zur Debatte: „2013 wurde bereits eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Das Ergebnis war, dass eine touristische Nachnutzung auf der Strecke Emmersdorf - Sarmingstein aufgrund der vorgelegten Zahlen nicht möglich ist.“ Derzeit verwendet die NÖVOG den Bahnhof in Weitenegg als Lagerplatz. Mehr wird die Haltestelle laut dem Konzern wohl auch nicht mehr werden.