Etappensieg für Firma Jungbunzlauer. Nach Zelking-Matzleinsdorf beschloss auch Leiben Flächenumwidmung. Nächster Schritt: Umweltverträglichkeitsprüfung.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 05. März 2019 (05:10)
Jungbunzlauer
Ein 3D-Modell des geplanten Werks in der Au.

Die Mandatare von Zelking-Matzleinsdorf machten es vor zwei Wochen vor, in der Vorwoche zog der Leibener Gemeinderat nach: Als bei der vergangenen Gemeinderatssitzung die Flächenumwidmung zugunsten der geplanten Zitronensäurefabrik der Firma Jungbunzlauer in Bergern auf der Tagesordnung stand, beschlossen die Mandatare die Änderungen in der Raumordnung .

Wenn auch nicht ganz ohne Gegenwind: Während in Zelking-Matzleinsdorf der Beschluss einstimmig fiel, stimmten drei von acht VP-Gemeinderäten – Karl Öckmayer, Denise Gotsmy und Johannes Schuster – in Leiben gegen die Umwidmung.

Kritik an Widmung des Grüngürtels

Mit einem Ergebnis von 16 zu drei erhobenen Händen verstummten die kritischen Stimmen endgültig. Und die ertönten vor dem Votum. „Diese Unterlagen beziehen sich auf die erste Ausbaustufe. Für mich ist nicht absehbar, welche Auswirkungen der geplante Ausbau mit sich bringt“, kritisierte Öckmayer.

Zudem stellte er die Widmung des Grüngürtels infrage – schließlich könne man diesen auch auf Bauland-Industrie errichten. „Das verschafft Jungbunzlauer doch bloß weniger Aufschließungskosten.“ Raumplaner Herfrid Schedlmayer erklärte: „Ein Grüngürtel kann auch auf Bauland-Industrie ausgepflanzt werden. Allerdings würde sich dann die Begründung dieser Widmung in Luft auflösen. Das positive Gutachten basiert unter anderem darauf, dass dieser Grüngürtel gewidmet und mit einem Auspflanzungsgebot versehen wird.“ Der nächste Schritt in der „Causa Jungbunzlauer“: die Umweltverträglichkeitsprüfung.