Ybbs an der Donau

Erstellt am 22. Februar 2018, 03:50

von Markus Glück

Schlagabtausch zwischen Schroll und Reitner. SP-Stadtchef Alois Schroll attackiert Andreas Reitner (FPÖ) für dessen Aussagen bei der Linden-Rodung.

Einreichplan Prof.-Wirtinger-Park  |  Vermessung Schubert

Für große Wellen in der Stadtpolitik sorgten vergangene Woche die Aussagen von Ex-WUY-Gemeinderat Paul Hacker (NÖN.at berichtete) und FP-Mandatar Andreas Reitner im Zusammenhang mit der Rodung der 100 Jahre alten Linde im Prof.-Wirtinger-Park.

Schroll geht in die Offensive

Während Hacker wegen des – seiner Ansicht nach – „umweltpolitischen Skandals“ den Rücktritt von SP-Stadtchef Alois Schroll verlangt, forderte Reitner einen Baustopp sowie eine sofortige Aufforstung des Parks. Besonders Reitners Behauptung, dass die Linde in keinem Plan eingezeichnet war, ärgert das Ybbser Stadtoberhaupt, sodass Schroll jetzt in die Offensive geht.

Der NÖN legte er Pläne vom 26. Mai 2017 vor, in denen die Linde sehr wohl eingezeichnet war (siehe Grafik). „Man kann mit mir jederzeit auf einer sachlichen Ebene diskutieren. Aber bei Unwahrheiten hört sich der Spaß auf. Als Bürgermeister arbeite ich nach den Gesetzen und erteile keine Befehle“, ärgert sich Schroll. Für das Stadtoberhaupt sind die Aussagen des FP-Gemeinderats eines aktiven Gemeinderats „nicht würdig“.

 Verbaler Schlagabtausch zwischen Schroll und FP 

„Bei der Kundmachung zur Änderung des Raumordnungsprogramms gab es vonseiten der FPÖ weder eine Stellungnahme noch Beschwerde. Bei der Abstimmung hat sich die FPÖ nur enthalten, nicht dagegen gestimmt“, erklärt Schroll im NÖN-Gespräch. Der Konter von Reitner lässt nicht lange auf sich warten: „Anscheinend kennt er die Gemeindeordnung nicht. Eine Enthaltung gilt wie eine Gegenstimme. Ich frage mich außerdem, warum der Baum dann trotzdem umgeschnitten wurde, wenn man ohnedies immer mit ihm geplant hat.“

Für Schroll richtet Reitner durch seine Falschaussagen auch einen Schaden für die Stadtgemeinde Ybbs an. „Auch die Medien werden sich künftig ihre Meinung bilden, wenn sie Falschaussagen von Gemeinderäten erhalten“, schüttelt Schroll den Kopf. Konfrontiert mit den Anschuldigungen, schlägt der Ybbser FP-Parteichef Reitner abermals zurück und lässt sich keine Falschaussagen andichten: „Wenn ich an die Geschichten denke, die er erfindet, bin ich harmlos. Ich frage mich, ob er mittlerweile zum Firmensprecher des Babenbergerhofs ernannt wurde.“