Impfpflicht: SPÖ Melk ist skeptisch

Außer FPÖ ist für alle Parteien Lockdown notwendig. Debatte über Impfpflicht.

Erstellt am 24. November 2021 | 05:18
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Bis auf FPÖ-Bezirksobmann Richard Punz bezeichnen alle Parteien im Bezirk Melk den Lockdown als notwendigen Schritt. „Der Lockdown ist wieder sehr belastend, aber absolut notwendig, damit das Gesundheitswesen nicht völlig kippt“, meint Grünen-Bezirkssprecher Emmerich Weiderbauer. Ähnlich sieht das Bezirksobmann Günther Sidl (SPÖ): „Der neuerliche Lockdown in Österreich ist ein Schritt, den niemand gewollt hat. Die Inzidenzzahlen und die rasant steigende Anzahl der Intensivpatienten machen ihn aber nötig.“

Naturgemäß anders sieht das alles die FPÖ. „Die Zwangsmaßnahmen sind eine Bankrotterklärung für die vielfach propagierte Wirkung der Impfung – der Lockdown letztendlich das Resultat eines Multiorganversagens des Staates und der Regierung, die sich im Kreis dreht“, schimpft Punz.

Nationalratsabgeordneter und Neo-Bezirksobmann Georg Strasser (ÖVP) betont, dass es trotz monatelanger Bemühungen nicht gelungen ist, genügend Menschen von der Impfung zu überzeugen.

Strasser: „Impfung ist Schlüssel aus der Krise“

„Wir alle können Verantwortung zeigen, wenn wir uns an die Maßnahmen halten und uns impfen lassen. Die Impfung wird unser Schlüssel raus aus der Krise sein“, glaubt Strasser. Kritik an der geringen Impfbereitschaft gibt es auch von Weiderbauer: „Der Lockdown wäre wahrscheinlich zu verhindern gewesen, wenn viel mehr Menschen die Impfangebote angenommen hätten, Aufforderungen dazu hat es genügend gegeben.“

Skeptisch betreffend der voraussichtlich ab Februar geltenden Impfpflicht zeigt sich der EU-Parlamentarier Sidl. „Ich hätte mir von der Bundesregierung von Beginn an mehr Informationen und Dialog erwartet. Das hat man völlig verschlafen“, kritisiert Sidl. Deutliche Worte findet dazu auch Punz: „Verantwortungsvolle Politiker finden Lösungen, diese Regierung sucht nach Schuldigen und betreibt eine Hetzjagd gegen Ungeimpfte.“

Für den Freiheitlichen ist es daher auch Aufgabe der Politik, alles dafür zu tun, dass die Kinder ein so normales Leben wie möglich haben und der Schulbetrieb aufrecht bleibt. Sidl sorgt sich indes um die Schüler, die zuhause wenig Unterstützung von ihren Eltern bekommen.