Manker Maßnahmen zum Schutz vor nächster Flut. Mit Maßnahmen am Hagberg und im Betriebsgebiet will Mank Hochwasserschäden vorbeugen.

Von Michael Bouda. Erstellt am 07. Mai 2021 (04:31)
ÖVP-Stadtrat Wolfgang Ammerer vor dem Rückhaltebecken am Hagberg, das deutlich erweitert werden soll. Foto: Michael Bouda
Michael Bouda

Das Hochwasser vom Sommer 2020 hatte in Mank einen Millionenschaden zur Folge. Damit sich Szenen wie damals möglichst nicht mehr wiederholen, stehen neue Maßnahmen für den Hochwasserschutz am Programm. Diese wurden im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung erörtert. Zwei Studien hatte die Stadtgemeinde dazu in Auftrag gegeben.

„Das Hauptproblem sind die sturzflutartigen Regenfälle mit viel Volumen in kurzer Zeit. Deshalb sollen Rückhaltebecken erweitert beziehungsweise errichtet werden, um mehr Speicherkapazität und einen gedrosselten Abfluss zu schaffen“, erklärt der zuständige Stadtrat Wolfgang Ammerer (ÖVP) beim Lokalaugenschein mit der NÖN.

Konkret sollen zwei Projekte so schnell wie möglich umgesetzt werden – vorbehaltlich der Einigung mit den Grundeigentümern und der wasserrechtlichen Bewilligung.

Hagberg: Vergrößerung auf 4.000 m 3

Zum einen soll das bereits bestehende Rückhaltebecken am Hagberg vergrößert werden – von einem Fassungsvermögen von 1.400 m3 auf 4.000 m3. Die Voraussetzungen seien ideal, wie Ammerer erklärt: „Die ganzen Auslaufbauwerke samt Drosselklappe sind schon vorhanden.“ Spätestens bis Ende des Jahres will man die Erweiterung abgeschlossen haben. „Das ist der oberste Punkt – damit kann schon ein Großteil des Wassers aufgehalten werden“, sagt Ammerer.

Zum anderen soll im Betriebsgebiet ein neues, 4.000 bis 5.000 m 3 fassendes Rückhaltebecken geschaffen werden. Das Ziel sei hier, bis zum Sommer die wasserrechtliche Bewilligung einzureichen. Sowohl mit dem Land als auch mit der Bezirkshauptmannschaft werden die Vorhaben abgestimmt. Ein „Wermutstropfen“ ist für Ammerer, dass die Projekte zwar förderwürdig sind, derzeit aber keine finanziellen Mittel für eine Förderung zur Verfügung stehen.

Noch keine hydrologischen Daten gibt es unterdessen für den Bereich des Sportplatzes, der vergangenes Jahr ebenfalls schwer getroffen wurde. Als zusätzliche Maßnahme soll der Zettelbach von Ablagerungen und Ähnlichem befreit werden, um im Ernstfall mehr Wasser fassen zu können.