Hundehasser treibt sein Unwesen. Ein Unbekannter deponierte in Gärten Rattengift. Zwei Hunde mussten danach in eine Klinik.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 07. Mai 2019 (05:51)

Die Labradore „Phibie“ und „Bruce“ teilen ein trauriges Schicksal: Beide fielen einem Tierhasser zum Opfer.

Die zwei Hunde leben in derselben Straße, ein paar Häuser voneinander entfernt. Sie lieben es, im Garten herumzutollen – und an ihrem Lieblingsort schlug der Täter zu. Heimtückisch platzierte ein Unbekannter Rattengift bei Sträuchern. „Als mein Liebling mit etwas Bläulichem im Mund ankam, wusste ich sofort: Hier stimmt was nicht“, berichtet die Hundebesitzerin. Sie schnappte sich den Vierbeiner und fuhr in eine Tierklinik nach St. Pölten.

Und das war gut so: Denn nur durch ihr rasches Handeln konnte „Phibie“ gerettet werden. „Die Tierärztin erklärte mir, dass die Hunde innerlich ausbluten, wenn es zu spät für ein Gegengift ist“, berichtet die Tierliebhaberin traurig. „Phibie“ erhielt eine Infusion und Tabletten, dann durfte sie wieder in die Obhut ihrer Besitzerin.

 „Als mein Liebling mit etwas Bläulichem im Mund ankam, wusste ich sofort: Hier stimmt was nicht.“ Hundebsitzerin von „Phibie“

 Schlimmer erwischt hat es hingegen „Bruce“, den zweiten Labrador. Auch er hat den Giftköder im Garten gefressen. „Leider habe ich es erst am Tag darauf bemerkt“, ärgert sich seine Besitzerin. In der Früh versuchte der Rüde aufzustehen, zitterte jedoch am ganzen Körper und sackte zusammen. Sein Frauchen sah dann, dass er bereits blutigen Durchfall hatte. „Ich packte Bruce zusammen und eilte mit ihm zum Tierarzt“, erzählt sie über die dramatische Situation.

Der Arzt stellte fest, dass er bereits hohes Fieber hatte. „Bruce“ bekam ebenfalls Infusionen, auf mehrere Tage verteilt. „Jetzt muss er eine Woche lang Tabletten nehmen und Spezialfutter essen“, erklärt die Hundebesitzerin. „Phibies“ Frauchen zeigte den Vorfall an. Denn Nachbarn erzählten ihr, dass sie einen fremden Mann im Garten herumschleichen gesehen hätten. „Das Überprüfen wir derzeit“, berichtet Bezirkspolizei-Kommandant Karl Gruber gegenüber der NÖN. Er warnt alle Hundebesitzer im Bereich Loosdorf und bittet um zweckdienliche Hinweise unter 059133/3134.