"No Trucks"-Schild sorgt für weniger verirrte Lkw. Ein NÖN-Leser ortet hinter „No Trucks“-Schildern einen „glatten Gesetzesbruch“. Laut SP-Ortschef Vasku wirken sie bereits.

Von Michael Unger. Erstellt am 08. Mai 2018 (05:11)
Das Schild an der Einfahrt zur Sebastianigasse.
Unger

Seit Herbst vergangenen Jahres finden sich am Anfang einiger Loosdorfer Straßen neue Verkehrszeichen: Auf orangem Grund heißt es dort „No Trucks!“ (keine Lkw), das Wort GPS ist durchgestrichen. Einem NÖN-Leser gefällt das gar nicht: Es handle sich um „Fantasieschilder“, die in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen sind. Sie wären daher „rechtlich bedeutungslos und illegal“. Und dass die Gemeinde sie dennoch aufstellen ließ, stelle einen „glatten Gesetzesbruch“ dar.

Er bezieht sich unter anderem auf einen Streit in Oberösterreich im Jahr 2012, bei dem es um dieselben Tafeln ging. In den Medien wurden sie zwar damals von Juristen als „illegal“ bezeichnet, wie die Causa ausging, ist aber nicht bekannt.

Bürgermeister Thomas Vasku (SPÖ) kann die Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. Die Schilder sollen verhindern, dass Lkw-Fahrer von ihren Navigationssystemen in die Irre geleitet werden. „Wir haben in Loosdorf ein Problem mit der Franz-Hofer-Straße. Immer wieder werden Lkw, die zum Hofer-Zentrallager wollen, dort hingelotst.“ In den engen Wohnstraßen bleiben sie dann oft stecken. Daher habe man sich für die Tafeln entschieden. Laut Vasku wirken sie auch bereits: Die Zahl der verirrten Lkw sei zurückgegangen. Auch rechtlich ist laut ihm inzwischen alles geklärt: Der Verwaltungsgerichtshof habe 2015 bestätigt, dass solche Zeichen zulässig sind.