Plötzlich ist alles anders: Aktion "Unvergessen" hilft. Die Aktion „Unvergessen“ hilft Menschen in schwierigen Situationen.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:56)
Für Bernhard Köck und seine Frau Doris veränderte ein Schicksalsschlag ihr ganzes Leben. Tanja Horaczek-Gasnarek
Tanja Horaczek-Gasnarek

Und plötzlich ist alles anders: Bernhard Köck aus Albrechtsberg ging vor einem Jahr wie immer zur Arbeit. Dort klagte er über enorme Kopfschmerzen. „Daraufhin fiel einem Arbeitskollegen auf, dass mit seiner Hand und seinem Bein etwas nicht stimmte. Und dann ging alles ganz schnell“, erzählt seine Frau Doris über den Moment, der ihr Leben veränderte.

Direkt von der Arbeit ist ihr Mann ins Spital gebracht worden. Dort wurde eine Blutung im Stammhirn festgestellt. „Mein Mann war wochenlang im Tiefschlaf. Die Ärzte machten mir wenig Hoffnung“, erzählt sie traurig. Das Paar hatte erst ein Jahr vor dem traurigen Ereignis geheiratet und sie hatten noch so viel vor. Als ihr Bernhard nach Wochen aus dem Koma erwachte, fing ein steiniger Weg an. „Ich musste zahlreiche Telefonate führen, viele Anträge ausfüllen und Rehabilitationen beantragen“, erzählt Köck über ihren Alltag.

Auch ihr Eigenheim musste für den Rollstuhlfahrer umgerüstet werden. Doch leider fehlt oft das Geld. „Die Krankenkasse fördert nicht alle notwendigen Maßnahmen. Und bei diversen Unterstützungen fallen wir durch den Raster“, berichtet Köck. Grund dafür: Ihr Einkommen ist zu hoch. Ein behindertengerechtes Bad oder ein Motor-Med werden dringend benötigt.

„Eine große Unterstützung bei der Pflege ist meine Mutter“, sagt sie dankbar. Besonders gefreut hat sich das Paar jetzt, als die Initiatorin der Aktion „Unvergessen“, Petra Fischer, an sie herangetreten ist. Fischer hat nach einem eigenen Schicksalsschlag die Aktion ins Leben gerufen. „Es werden Spenden für Menschen mit besonderen Bedürfnissen gesammelt. Die Messe dazu findet am 1. Jänner 2020, ab 17 Uhr in der Pfarrkirche Mauer statt“, berichtet sie.