Ein erster Blick auf die neue Ybbser Stadthalle. Bei Info-Abend gab Architekt Stefan Huber Einblick in die Neugestaltung. Im Jänner 2021 will SP-Schroll Halle eröffnen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 12. Juni 2019 (04:34)
Fotos/Entwurf: Architekt Huber
Vorher. Die Ybbser Stadthalle, wie man sie seit ihrer Eröffnung am 9. Jänner 1965 kennt ...

Der Countdown zum Abriss der Ybbser Stadthalle läuft. Mittlerweile ist die Frist um die Angebotslegung der Baufirmen verstrichen. Ende Juli verkündet der Ybbser Gemeinderat, welche Firma den Zuschlag bekommt.

Fotos/Entwurf: Architekt Huber
... und nachher. Die ersten Entwürfezeigen einen modernen Bau mitGlasfront und Beleuchtung.

„Wir sind sozusagen im Endspurt“, ist SP-Stadtchef Alois Schroll froh. Etliche Sitzungen und Gespräche, betreffend die Halle, liegen hinter den Ybbser Politikern. Eröffnet wurde die Stadthalle im Jänner 1965. Seither gab es kaum Sanierungen.

„Der Fußboden ist etwa seit der Eröffnung vor über 50 Jahren der gleiche“, berichtet SP-Vize Herbert Scheuchelbauer. Die Konsequenz daraus präsentierte sich erstmals 2015. „Wir bekamen keine Zertifizierungen mehr. Es gab nur zwei Möglichkeiten: sanieren oder zusperren.“ Letzteres war keine Option – und somit fiel der Startschuss des rund 7,3 Millionen Euro schweren Mammutprojekts.

Mit Glasfront Blick auf die Donau schaffen

Bei einem Info-Event gab Architekt Stefan Huber jetzt erstmals Einblicke in die Neugestaltung der Stadthalle. Bis auf die Gebäudehülle und die tragenden Strukturen wird alles abgerissen. „Wir ‚entkernen‘ die Halle, sozusagen“, erläutert der Architekt. Als größte „Problemzone“ sieht Huber den stadtseitigen Eingangsbereich. „Die Nähe zur Donau war bislang nicht erkennbar, das gesamte Foyer ist verbaut. Mit einer Glasfront bis ans westliche Ende wollen wir das volle Potenzial ausschöpfen“, erläutert er.

Auf der Donauseite soll es künftig Platz für einen Gastro-Bereich geben, der auch barrierefrei zugänglich ist. „Mögliche Betreiber gibt es auch schon“, möchte der Bürgermeister aber noch keine Namen verraten. Neben einem Lokal samt Terrasse sind sowohl ein Tourismus-Shop für Souvenirs als auch Räumlichkeiten für die Sicherheitsakademie (SIAK) vorgesehen. Die gesamte Gebäudetechnik wird im Zuge der Sanierung erneuert, die Anzahl der WC-Anlagen aufgestockt.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Besucherkapazität erhöht sich. „Das Galeriegeschoß wird ebenso auf Vordermann gebracht. Damit fasst die Halle anstelle von 1.000 dann 1.200 Gäste“, argumentiert der Architekt. Ein buchstäbliches Highlight wird laut Huber die Beleuchtung: Auch die Grünflächen rund um die Stadthalle werden erstrahlen. „Auch wenn das die ersten Entwürfe sind, können wir uns alle auf die neue Stadthalle freuen“, strahlte der Bürgermeister. Und er stellte beim Info-Abend auch schon ein Eröffnungsdatum in den Raum: „Im Jänner 2021 soll sie fertig sein.“