Leonhardsberger: „Nächstes Hochwasser kommt bestimmt“. VP-Stadtchef Martin Leonhardsberger berichtete über die nächsten Maßnahmen – Zusammenarbeit über die Parteigrenzen.

Von Michael Bouda. Erstellt am 11. September 2020 (05:45)
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Ein Thema beherrschte die Sitzung des Manker Gemeinderats am vergangenen Freitag: Das Hochwasser vom 22. August, das rund 120 Liegenschaften der Stadt in Mitleidenschaft zog. Der Schaden wird dabei derzeit auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Zusätzlich wurde von VP-Vizebürgermeister Franz Kaufmann zusammen mit Landesvertretern der Schaden bei Güterwegen, an den Ufern der Fließgewässer sowie bei landwirtschaftlichen Flächen mit rund 200.000 Euro beziffert.

In seinem Bericht an die Mandatare konzentrierte sich VP-Stadtchef Martin Leonhardsberger auf die Maßnahmen, die auf die jüngste Flut folgen sollen. Ein Teil der beschädigten Wege wird noch dieses Jahr saniert. Das Hauptaugenmerk gilt aber drei Hochwasserschutzprojekten.

 „Die wichtigsten Maßnahmen müssen wir so schnell wie möglich umsetzen – das nächste Hochwasser kommt bestimmt.“ Martin Leonhardsberger

 Der erste Schauplatz ist der Hagberg, wo das bestehende und gleichzeitig wichtigste Rückhaltebecken mit acht Hektar Einzugsgebiet vergrößert werden soll. Seit der Errichtung vor zwölf Jahren habe sich der Schutz bewährt, dennoch habe das Becken aufgrund eines Fehlers zuletzt nicht wie geplant funktioniert, sodass geschätzte zehn Prozent mehr Wasser als geplant weiterfließen konnten. Der Fehler sei mittlerweile behoben.

Der zweite Schauplatz ist die sogenannte „Schönbichler-Wiese“ mit einem Einzugsgebiet von sechs Hektar. Auch hier befindet sich ein Konzept in Ausarbeitung, das bis zum Betriebsgebiet Entlastung bringen soll.

Das dritte Projekt wurde im Bereich des Fußballplatzes gestartet, um neuerliche Überschwemmungen bestmöglich zu verhindern.

„Die wichtigsten Maßnahmen müssen wir so schnell wie möglich umsetzen – das nächste Hochwasser kommt bestimmt“, sagt Leonhardsberger. Auch aufgrund der coronabedingt angespannten finanziellen Lage werde das meiste wohl aber erst über den Winter erfolgen. Hier hakt SP-Stadtrat Martin Sommer ein, der verlangt, dass – bei aller Notwendigkeit – über eine Ausschreibung die Kosten im Blick behalten werden. Die Projekte werden nun in den einzelnen Ausschüssen behandelt. In jenem für Umwelt und Energie will Grünen-Gemeinderat Timm Uthe sicherstellen, dass vorausschauend für die nächsten Jahrzehnte geplant wird.