Huber gegen „Gehirn-Tote“ und „Irre“ in Brüssel. FPÖ in Wahlkampfstimmung: Martin Huber teilt aggressives Facebook-Posting, Spitzenkandidatin Vesna Schuster stimmt mit ein.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 12. Mai 2019 (04:51)
FPÖ
Zu Besuch bei der Firma Sandler in Marbach: Johann Sandler, Vesna Schuster, Karl Helm, Manfred Mitmasser und Martin Huber.

In Anbetracht dessen, was FP-Landtagsabgeordneter Martin Huber so auf Facebook treibt, wird deutlich klar, was er von der (Noch-)Besetzung des EU-Parlaments hält. Nämlich gar nichts. Felix Baumgartners digitale Schimpftirade à la „Wenn man Brüssel überdachen würde, wäre es ein Irren-Haus“ und „Das Ziel bis 2020 sollten weniger Gehirn-Tote im EU-Parlament sein“ teilte Huber nämlich prompt auf seiner privaten Facebook-Seite. „Das kann man ruhig so sagen. Wir Freiheitliche sind glühende Europäer, der Sinn der EU muss wieder her“, findet Huber. Ähnlich sieht das auch Niederösterreichs FP-Spitzenkandidatin für die EU-Wahl am 26. Mai, Vesna Schuster. „Die EU ist für mich die Einheit in der Vielfalt. Warum bewegt die EU nichts mehr? Das muss man hinterfragen.“

Schuster, gebürtige Melkerin mit serbischen Wurzeln, möchte das ändern. Im Zuge ihrer Wahlkampftour stattete verschiedenen Firmen im Bezirk einen Besuch ab. Der Einblick in die Druckerei Sandler in Marbach hinterließ Spuren bei der Wahl-Wienerin: „Es ist furchtbar schade, dass die Firma absiedelt. Da geht es um viele Arbeitsplätze.“ Huber ortet den Grund dafür – so wie Alt-Chef Johann Sandler – bei SP-Bürgermeister Anton Gruber. „Da fehlte es an Handschlagqualität, schließlich hieß es erst, dass Sandler zusätzlich Fläche bekommt.“ Laut dem Ortschef und dem Geschäftsführer Hannes Sandler gab es mehrere Gespräche, doch die Expansion fordert Platz, den die Gemeinde einfach nicht hat.