Mechanische Krippe erzählt Wallfahrtsort-Geschichte. Maria Taferl beheimatet das Alpenpanorama und eine mechanische Krippe, die über die Geschichte des Wallfahrtsortes sowie das alltägliche Leben um 1900 erzählen.

Von Anna Faltner. Erstellt am 15. Dezember 2017 (05:00)
Faltner

1892 beauftragte der Maria Tafler Gastwirt Alois Feyertag den Purgstaller Leopold Steindl, eine mechanische Krippe zu bauen, welche die Geschichte des Wallfahrtsortes erzählen soll. Nur wenige Jahre später schuf der Modellbauer das Alpenpanorama, das seit 1949 ebenfalls in Maria Taferl beheimatet ist. Die Gemeinde ist damit der einzige Wallfahrtsort mit zwei Krippen.

500 Arbeitsstunden investiert

In ihren Anfangszeiten wurden beide noch durch eine Kurbel angetrieben. Später wurde diese durch einen Elektromotor ersetzt. Generell erfordert die Instandhaltung der Miniaturlandschaften viel Arbeitsaufwand und Geschick. Mehr als 500 Stunden hat der heutige Besitzer des Alpenpanoramas, Andreas Frey, schon in die Restaurierung investiert. „Ausbesserungsarbeiten sind aber immer wieder notwendig“, betont er. Rund 100 bewegliche Figuren vermitteln im Alpenpanorama einen Einblick in den ländlichen Alltag um 1900. Untergebracht ist die Krippe im Gasthof „Zum Goldenen Löwen“.

Nur eine Haustür weiter betreibt Rudolf Brandtner die mechanische Krippe. Hier wird die Entstehungsgeschichte von Maria Taferl erzählt – mit Szenen aus der Kirche und täglichen Begebenheiten aus dem Ortsgeschehen. Seit ihrer Erbauung 1892 hat die mechanische Krippe, die seit 1998 unter Denkmalschutz steht, ihren Standort nicht verlassen. Eine beliebte Attraktion sind beide Modelle aber immer noch. „Viele Großeltern, die selbst als Kinder schon hier waren, kommen mit ihren Enkerln wieder“, erzählt Frey.