Saisonauftakt für Christbaum-Business. 2018 kämpften Christbaumbauern aufgrund der Trockenheit um ihre Bäume. Dieses Jahr starten sie besser in die Saison: ein Blick auf die Tannen- und Fichten-Kulturen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 07. Dezember 2019 (05:38)
Willi Greßl, Christbaumbauer in Hilmanger (Maria Taferl), inmitten seiner Tannen-Kultur.
Schweiger

Mit 14 Jahren hat Willi Greßl schon die Schule geschwänzt, um mit seinem Vater in Wien Christbäume zu verkaufen. Dieser Tage bereitet er sich auf die nächsten Fahrten nach Wien vor – mit dutzenden von Nordmanntannen im Gepäck. „Und ohne Schuleschwänzen, versteht sich“, schmunzelt er.

Greßls Kulturen sind in Hilmanger (Maria Taferl) zuhause. Der heiße Sommer 2018 stellte viele Christbaumbauern wie auch Greßl vor Herausforderungen. 2019 hatten sie mehr Glück. „Es war zwar schon sehr trocken, aber der Regen ist dann ja doch noch gekommen“, berichtet er. 7.000 Bäume hat er heuer gesetzt. „Und der Verkauf läuft prächtig. Obwohl ja noch Zeit bis Weihnachten ist.“

„Ich kenne Christbaumbauern, die haben noch bis 17 Uhr am 24. Dezember geöffnet. Das finde ich nicht gut.“ Willi Greßl, Christbaumbauer

Jede Woche ist der Christbaumbauer nun unterwegs, um an diversen Märkten seine Bäume zu verkaufen. Anders als manche seiner Kollegen ist Greßl aber nur bis zum 23. Dezember unterwegs. „Ich kenne Christbaumbauern, die haben noch bis 17 Uhr am 24. Dezember geöffnet. Das finde ich nicht gut – schließlich ist Weihnachten das Fest der Familie und irgendwann muss dann auch für uns Ruhe sein“, meint er. Daher appelliert Greßl an die Kunden: „Wenn jeder seinen Baumkauf bis zum 23. Dezember erledigt hätte, wäre das leiwand.“

Der Christbaumbauer selbst hat sich seinen Baum übrigens schon ausgesucht. „Eine rund 2,80 Meter hohe Tanne. Wir haben extra beim Hausbauen noch eine Reihe Ziegel draufgelegt, damit wir einen schönen hohen Baum in unser Wohnzimmer hineinstellen können“, lacht der Maria Tafler.