Radärger bei Melker Seminarberg. Radlobby will rasche Verbesserungen bei Wiener Straße.

Von Markus Glück. Erstellt am 01. April 2021 (05:12)
Berta und Christian Höller weisen auf die Gefahren hin und erinnern an den Mindestabstand von 1,5 Metern.
Radlobby, Radlobby

Mit dem schönen Wetter sind in der Bezirkshauptstadt auch wieder mehr Radfahrer unterwegs. Um deren Sicherheit zu gewährleisten, setzt sich die Melker Radlobby seit Jahren für Verbesserungsmaßnahmen ein.

Aktuell ein Dorn im Auge ist der Radlobby der Seminarberg in der Wiener Straße. Bei der zentralen Verbindung aus dem Osten in die Stadt sieht Radlobby-Sprecher Christian Höller raschen Handlungsbedarf: „Viele würden für ihre Wege dort gerne ihr Fahrrad benützen, trauen sich aber nicht.“

Zu enges Überholen führt für Radfahrer in der Wiener Straße immer wieder zu brenzligen Situation.
NOEN, Radlobby

Für Höller aus gutem Grund: So fehlen für ihn geschwindigkeitssenkende Maßnahmen und vor allem am Seminarberg kommt es durch eng überholende Autofahrer zu brenzligen Situationen. „Wir weisen seit Jahren auf die Gefährlichkeit dieses Straßenabschnittes hin und auch auf die Notwendigkeit, die Unfallgefahr durch einen Radweg zu entschärfen“, hofft Höller, dass durch die aktuell stattfindenden Umbauarbeiten in der Wiener Straße auch auf einen Radweg oder zumindest einen Radfahrstreifen für das Bergauffahren nicht vergessen wird.

Der Radlobby-Sprecher spricht dabei auch an, dass in den nächsten Jahren durch den Wohnbau am Seminarberg bis zu 800 Menschen mehr in diesem Bereich wohnen werden. „Ohne sichere Angebote zu schaffen, Wege in Melk zu Fuß oder per Rad zurückzulegen, wird der Autoverkehr hier zunehmen“, glaubt Höller.

Bei der Stadtgemeinde kommentiert eine Sprecherin das Anliegen der Radlobby knapp. „Es ist eine Besprechung mit der Radlobby und dem Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität anberaumt. Diesem Termin wollen wir nicht vorgreifen“, heißt es aus dem Melker Rathaus auf NÖN-Anfrage.