Automarkt: Neue Trends trotz Engpass im Bezirk Melk

Autohäuser kämpfen mit Lieferengpässen und langen Wartezeiten. Der Anteil von E-Autos erhöht sich hingegen.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 03:51
E-Mobilität, E-Auto
Symbolbild
Foto: paulynn/www.Shutterstock.com

 Egal ob E-Auto, hybrid oder Verbrennungsmotoren Autos sind das Transportmittel schlechthin. Während der Pandemie wurde der Automarkt kräftig durcheinandergewirbelt. Die Autohäuser aus dem Bezirk mussten mit Lieferengpässen und Wartezeiten kämpfen. Auch die Zahl der verkauften Gebrauchtwagen stieg rasant an. Die NÖN Melk zieht Bilanz und berichtet von der Situation rund um den Automarkt 2021.

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Der Chef des Autohaus Gastecker in Loosdorf und Wieselburg, Gerhard Gastecker, zeigt sich vorerst erfreut: „Die Kundenwünsche haben sich nicht verändert“. Die Nachfrage sei derzeit konstant gut, die mangelnde Verfügbarkeit jedoch „lässt nicht so viel Diversifikation zu“, bedauert er. Thomas Aichinger Vertriebsleiter des ATZ Steinakirchen, welches auch in Pöchlarn und Kilb ansässig ist, gesteht, dass „Corona alles durcheinandergewürfelt hat“. Der Automarkt leide stark unter den Lieferschwierigkeiten. Betroffen seien alle Marken, auf längere Wartezeiten müssen sich Kunden nun einstellen, gesteht er. Dennoch versichert Aichinger: „Wir sind nicht schlecht aufgestellt“ und fügt hinzu, dass das Unternehmen einen guten Vorlauf hatte.

Die Nachfrage nach den Autos sei aber wenig. Aichinger erklärt sich dies, aus der Ungewissheit der Käufer bezüglich der Pandemie und den allgemein hohen Ausgaben im Privatbereich. Auch im Bereich der Gebrauchtwagen gibt es derzeit kein grünes Licht. „Dadurch, dass wir keine Neuwagen bekommen, kommen auch keine Gebrauchtwagen retour“, erklärt Aichinger. Bei Dringlichkeit müssen Konsumenten folglich teurere Angebote in Kauf nehmen, bedauert er. Dies sei ein „Teufelskreis“. Für dieses Jahr sei das Unternehmen dennoch gut versorgt, für die Zukunft ist er ebenfalls guter Dinge.

Elektromobilität ist auf dem Vormarsch

Hoch im Kurs stehen derzeit vordergründig Elektromodelle, aber auch Anfragen zu kleinen SUVs erhalte das Autohaus häufig, beschreibt Gastecker.

Der Anteil an hybriden Fahrzeugen und Elektroautos werde mehr. „Das ist ein Trend, der nicht zu vermeiden ist“, erklärt er. Die Verfügbarkeit von derartigen Modellen sei außerdem besser als die von Verbrennungsmotoren, fügt er gegenüber der NÖN hinzu. Dies habe einerseits mit längeren Lieferzeiten zu tun, die unteranderem auch auf Rohstoffmängel zurückzuführen sind. Andererseits konzentrieren sich die Hersteller stark auf die Elektromobilität. Gastecker gibt zu verstehen, dass die Auswahl an Modellen derzeit täglich schrumpft, was primär auf die langen Lieferzeiten beruht. Diese würde den „Wechselrhythmus reduzieren“, betont Gastecker im Interview. Elektroautos werden laut seinen Angaben sowohl von Privatkunden als auch von Firmenkunden gekauft.

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