78.910 Touristen sind neuer Rekord. Melk boomt bei Touristen. Gespräche für neues Hotel bei Boulevard-Projekt. Ziel für 2020: Verweildauer erhöhen.

Von Markus Glück. Erstellt am 16. Januar 2020 (03:45)
Der Blick aufs Stift ist für mögliche Hotelbetreiber ein großer Wunsch.
Glück

Mehr als 78.900 Touristen begrüßte die Bezirkshauptstadt Melk im Jahr 2019 – eine Steigerung um mehr als 5.000 Personen gegenüber 2018 und ein neuer Rekordwert. „Jeder hat seinen Beitrag geleistet und wir ziehen alle an einem Strang. Zudem haben wir einige Schwerpunkte im Marketing gesetzt“, freut sich VP-Bürgermeister Patrick Strobl über die aktuellen Zahlen.

Mit ein Grund für die gesteigerten Tourismuszahlen sind auch die Neu-Übernahme des Wachauerhofs und die Steigerung der Zahlen im Dezember. Ein Beweis dafür, dass das Konzept des Melker Advents vermehrt auch Besucher in die Region lockt.

Bei der Kapazität sieht Strobl weiterhin Luft nach oben und will nichts von Engpässen hören: „Wenn die Hotels ausgebucht sind, sind sie ausgebucht.“ Das stetig steigende Besucherinteresse lockt weiterhin auch Investoren für ein Hotelprojekt in die Stadt. „Wir führen oftmals Gespräche, konkrete Pläne fehlen allerdings“, merkt Strobl an. Herausforderung dabei ist, dass mögliche Hotelbetreiber einen Blick auf das Stift sowie die Innenstadtlage wünschen, die Flächen dafür sind aber rar gesät. Eine Möglichkeit dabei: das Projekt Boulevard. „Wir führen diesbezüglich Gespräche“, betont Strobl, ohne genaue Details zu nennen.

"Nächtigungsdauer erhöhen"

Für das aktuelle Jahr setzt sich Strobl als Tourismusverantwortlicher der Gemeinde das Ziel, die Nächtigungsdauer zu erhöhen. Diese liegt derzeit bei meist einer Nacht und soll künftig durch verschiedene Pakete deutlich verlängert werden. „Wenn der Gast aus China nicht zum dritten Mal das Stift sehen will, braucht es alternative Angebote“, glaubt Strobl.

Eine Erfolgsgeschichte ist indes die neue Busgebühren-Verordnung samt Gebühren. 2020 wird diese auf weitere Wachau-Gemeinden ausgerollt. „Die Einnahmen liegen über den Erwartungen. Wir wollen das Angebot mit Toiletten und Müllinseln aber weiter verbessern“, sagt Strobl.