Abt-Karl-Straße: Baum-Allee erhält Schonfrist bis 2023. Jährliche Überprüfung der 28 Kastanienbäume und baumchirurgische Maßnahmen sollen Erhalt bis in fünf Jahren sichern.

Von Markus Glück. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:00)
NÖN
Um die Kastanienallee die nächsten Jahre zu erhalten, plant man baumchirurgische Maßnahmen.

Der zuletzt von den Melker Grünen geäußerte Wunsch nach einer Neuüberprüfung der 28 Kastanienbäume in der Abt-Karl-Straße, hat jetzt eine Wende gebracht.

Ende Jänner erfolgte eine erneute Besprechung mit Fachleuten. Zwischenzeitlich wurde die Standsicherheit der Bäume mit Zugversuchen um rund 3.600 Euro geprüft. „Das Ergebnis war, dass ein Baum unverzüglich geschnitten werden musste und die anderen noch standsicher sind, aber baumchirurgische Maßnahmen benötigen“, erklärt VP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann.

Gesamtkonzept-Erstellung bis Oktober geplant

Mit diesen Begleitmaßnahmen können die betroffenen Kastanienbäume noch bis zu fünf Jahre erhalten werden. Bis Oktober ist zudem die Erstellung eines Gesamtkonzeptes geplant, das weitere Kosten sowie die zukünftige Gestaltung der Allee als Thema haben wird. Noch im Herbst sprach sich der Gemeinderat für eine komplette Abholzung der Allee und eine rasche Aufforstung aus.

Geht der derzeitige Plan der Stadtgemeinde auf, ist ein kompletter Tausch der Allee im Jahr 2023 mit albanischen Rosskastanienbäumen geplant. „Uns wurde gesagt, dass alle Kastanienbäume in Mitteleuropa derzeit krank sind. Bis 2023 soll es eine genetisch gesunde Zucht aus Albanien geben“, informiert Kaufmann im Rahmen der vergangenen Gemeinderatssitzung.

Grüne sind erleichtert über die Entscheidung

Kritik an der Vorgehensweise gibt es von FP-Gemeinderat Thomas Gruber: „Warum muss der Steuerzahler nochmals für ein Zuggutachten aufkommen, wenn im Herbst die Vorgehensweise besprochen wurde. Wir spielen hier nur auf Zeit.“ Neben Kaufmann betont in der Diskussion auch VP-Stadtrat Adolf Salzer, dass die nötigen 50.000 Euro für die Aufforstung nicht im Budget vorhanden sind: „Wo nehmen wir das Geld her?“

Erleichtert über die Entscheidung zeigt sich Grünen-Stadtrat Emmerich Weiderbauer, der sich nun ein „vernünftiges Gesamtkonzept“ erwartet. „Natürlich steht die Sicherheit im Vordergrund. In fünf Jahren haben wir aber die Chance auf gesunde Kastanienbäume, die vielen Familien und Kindern Freude bereiten. Und auch das Geld ist dann hoffentlich vorhanden.“