Melk

Erstellt am 28. Februar 2017, 04:37

von Markus Glück

Die Suche nach dem „stillen Örtchen“. Projektgruppe wünscht sich neue WC-Anlage, ein Leerflächenmanagement in Altstadt und einen Tourismusverein.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Die Belebung der Innenstadt und die dazugehörigen Maßnahmen waren Bestandteil der Projektarbeitsgruppe rund um Arbeitsgruppenleiter Paul Zeller im Rahmen von „Stadt Melk hat Zukunft“.

Melk als Wohlfühlstadt

Knapp zwei Jahre überlegten die Gruppenmitglieder in mehreren Sitzungen, wie die Innenstadt lebendiger gestaltet und Melk als Wohlfühlstadt positioniert werden kann. Themenschwerpunkte dabei waren die Erhöhung der Wohnbevölkerung in der Innenstadt, die Intensivierung des Tourismus sowie eine Verbindung zwischen Altstadt und Löwenpark. „Wir wissen, dass es kein Wunschkonzert ist. Daher war es uns wichtig, Punkte auszuarbeiten, die auch umsetzbar sind“, gibt Zeller Einblicke in die Gruppenarbeit.

Ein Punkt, bei dem sich die Gruppe wünscht, dass dieser vom Gemeinderat bis zu seiner Mai-Sitzung aufgegriffen wird, ist ein besseres Leerflächenmanagement in der Altstadt. Dabei steht an erster Stelle die Implementierung eines Verantwortlichen der Stadtgemeinde für das Leerflächenmanagement.

Daneben soll es auch Anreize für Geschäftsgründungen sowie die Bewerbung der zugezogenen Betriebe in Gemeindeformaten geben. „Die Innenstadt braucht unbedingt einen Nahversorger“, wünscht sich Zeller einen regionalen Betreiber, fernab der großen Supermarkt-Ketten.

„Hat das Rathaus und die Tourismusstelle zu, gibt es für Touristen keine Möglichkeit, auf die Toilette zu gehen.“Paul Zeller

Um das Lebendige vermehrt in die Innenstadt zu bringen, regt die Gruppe an, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich in der Innenstadt mit ihrer Musik zu präsentieren. Zudem sollen mit einer Erhebung von Angeboten für die Bewohner Melks eine bessere Vernetzung und ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen. „Es ist wichtig zu wissen, welches Angebot es in der Gemeinde gibt. Da ist die Stadt gefordert, einen Anstoß zu geben“, so Zeller.

Packages für Sehenswürdigkeiten

Als wichtigsten Punkt nennt der Gruppenleiter die Gründung eines Tourismusvereins mit eigenem Geschäftsführer. „Innerhalb von nur einer Stunde gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Hier braucht es Packages“, regt Zeller, der selbst zwölf Jahre als Reiseleiter gearbeitet hat, eine Gründung an. Ebenso wichtig wäre für die Projektgruppe ein neues Busleitsystem mit entsprechenden Busparkplätzen.

Zeller: „Durch die 16-Tonnen-Beschränkung bei der Hubbrücke nutzen nur wenige die Parkplätze bei der Wachauarena.“

Große Kritik der Projektgruppe gibt es an den fehlenden öffentlichen Toilette-Anlagen in der Tourismusstadt. „Hat das Rathaus und die Tourismusstelle zu, gibt es für Touristen keine Möglichkeit. Gerade Bustouristen suchen nach einer Busfahrt häufig nach dem Aussteigen ein Klo“, ärgert sich Zeller.

Um eine Attraktivierung der Innenstadt zu erreichen, braucht es laut Zeller aber auch eine Verbindung zwischen dem Löwenpark und der Altstadt sowie ein Hotel im Vier-Sterne-Bereich. Zudem fehlen Parkplätze bei Löwenpark und Altstadt.

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