Einbahnstraße statt Ampel in Prandtauer-Straße. Ampel-Anlagen bei Melker Prandtauer-Straße vor Austausch. Neue Einbahnregelung geplant.

Von Markus Glück. Erstellt am 14. Oktober 2020 (04:33)

Seit den 1990er-Jahren verrichten die beiden Verkehrsampeln in der Jakob-Prandtauer-Straße (Kreuzung Abbé-Stadler-Gasse bzw. Abt-Karl-Straße) ihren Dienst. In den letzten Monaten sind die Anlagen vermehrt ausgefallen. Da es aufgrund des hohen Alters der beiden Lichtzeichenanlagen keine Ersatzteile mehr gibt, ist eine Neuanschaffung in den nächsten Monaten notwendig. „Ich hoffe, dass die Anlagen noch lange funktionieren, allerdings müssen wir vorbereitet sein“, erklärt VP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann, warum ein Grundsatzbeschluss im Gemeinderat notwendig ist. Die Kosten belaufen sich auf mehr als 52.000 Euro. Der Vorteil der neuen Anlage der Firma Siemens ist auch, dass diese mit den Smartstreet-Modulen der Firma Fonatsch, deren Umsetzung für die Abt-Karl-Straße geplant ist, kompatibel ist.

Kaufmann stellt aber auch die Frage, ob tatsächlich zwei Ampelanlagen für diesen Abschnitt notwendig sind. Aus diesem Grund schlug er in der vergangenen Gemeinderatssitzung die Aufhebung der zweiten Ampelanlage vor. „Wir ersparen uns hier nicht nur Geld, sondern greifen dabei auch gleich auf das Projekt Boulevard vor“, meint Kaufmann.

Sofern die Bezirkshauptmannschaft Melk dem Ansinnen der Stadtgemeinde Recht gibt, soll die Abbé Stadler-Gasse künftig stadteinwärts als Einbahn geführt werden, die Ausfahrt bei der Sparkassengasse erfolgen. Statt Längsparker werden künftig Querparker installiert, dadurch gewinnt man fünf Parkplätze. Eine Abgrenzung der Gasseneinfahrt ist mit Blumentrögen als Barriere geplant. „Wir wollen diesen Vorschlag auf die Umsetzung prüfen“, merkt Kaufmann an. Der Startschuss würde erfolgen, sobald die derzeitige Ampel nicht mehr einsatzfähig ist.