Erweiterung bei P&R-Anlage abgesagt. Anstelle von 35 neuen Stellplätzen kommt schärfere Kontrolle durch Wachpersonal und ab 2018 neue Zufahrtskontrolle.

Von Markus Glück. Erstellt am 01. August 2017 (05:00)
Die Park&Ride-Anlage beim Bahnhof wird ab September strenger kontrolliert.
Markus Glück

Spätestens im Sommer hätte die Erweiterung der Park&Ride-Anlage um 35 Stellplätze beim Bahnhof abgeschlossen sein sollen. Nun gab VP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann gegenüber der NÖN bekannt, dass die provisorische Erweiterung abgeblasen ist.

"Unverhältnismäßig hohe Kosten"

Zwar war die Kostenaufstellung zwischen ÖBB, Land NÖ und der Stadtgemeinde Melk fixiert, eine Detailuntersuchung hat aber ergeben, dass zur Baufeldfreimachung unverhältnismäßig hohe Kosten anfallen würden. „Die Kosten-Nutzen-Rechnung hat ergeben, dass sich das Projekt einfach nicht rechnet“, so Kaufmann.

NÖN

Veränderungen wird es allerdings bei der aktuellen Anlage geben: Nicht nur, dass die gesamte Lichtanlage auf eine dimmbare LED-Beleuchtung umgerüstet wird, kommt es vermutlich ab Schulbeginn zu einer strengeren Überwachung des Parkplatzes.

„Bis zur Einführung einer digitalen Schrankenanlage wird das Parkraumüberwachungs-Personal der Stadtgemeinde im Auftrag der ÖBB überprüfen, ob die Parkplätze nur von ÖBB- oder Bus-Kunden genutzt werden“, informiert Kaufmann.

Strafen möchte die Stadt aber nicht sofort. In einem ersten Schritt sollen die Benutzer der P&R-Anlage über eine verstärkte Überwachung informiert werden. „Wir wollen einen schleifenden Übergang“, so der Vizebürgermeister.

Schrankenanlage könnte 2018 errichtet werden

Er hofft, dass die Schrankenanlage, die eine sechsstellige Summe verschlingt, 2018 installiert wird: „Die Installierung ist aufwendig, da auch alle Ticketautomaten umgestellt werden müssen.“ Bei der ÖBB will sich Pressesprecher Christopher Seif auf keinen Zeitpunkt festlegen: „Wann genau und in welcher Form diese Schrankenanlage errichtet wird, steht derzeit noch nicht fest.“

Der Vize-Stadtchef hofft, spätestens mit der Schrankeninstallierung eine langfristige Lösung für den stets vollen Parkplatz beim Bahnhof gefunden zu haben. Ist die Parkfläche danach immer noch überfüllt, wird man weiter überlegen müssen. „Ein Plan wäre etwa, über die bestehende Fläche ein Parkdeck zu errichten“, so Kaufmann.