Liebeskiller Corona? "Pandemie fordert Paare". Die Covid-Krise kann auch eine Belastungsprobe für Beziehungen sein. Anlässlich des Valentinstags berichtet die Melker Psychotherapeutin Elisabeth Hofer von ihren Erfahrungen und gibt Tipps, wie die Harmonie in die Partnerschaft zurückkehrt.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 14. Februar 2021 (12:32)
Symbolbild
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Heute ist Valentinstag - Rosen, Pralinen, schön verpackte Aufmerksamkeiten mit Schleife oben drauf und andere Liebesbeweise werden am 14. Februar dem Partner präsentiert. Die anhaltende Pandemie und all ihre Auswirkungen können allerdings auch für eine Flaute in Sachen Romantik sorgen. "Homeoffice, Homeschooling, berufliche und auch existenzielle Probleme - das alles sind große Herausforderung für die Psyche", weiß Elisabeth Hofer. Seit 21 Jahren ist sie Psychotherapeutin in Melk, ihre Schwerpunkte liegen in der Beratung von Paaren und Familien. Sie merke - beruflich wie in ihrem Umfeld -, dass viele Menschen mittlerweile ihre Belastungsgrenze erreicht hätten.

Von frisch Verheirateten bis hin zu Paaren in der Pension

In Hofers Therapieräumen nehmen verschiedenste Paare Platz - bzw. nutzen sie die Möglichkeit, via Telefon oder Videokonferenz beraten zu werden. "Das geht quer druch - von frisch Verheirateten bis hin zu Paaren in der Pension. Diese Situation ist völlig neu für alle, so etwas kann man auch nicht proben. Die Pandemie fordert Paare" spricht die Therapeutin von einer erhöhten Nachfrage. Seit dem Ausbruch der Krise verbringen Lebens- und Ehepartner viel mehr Zeit miteinander - während die einen das genießen, sorgt das bei anderen für Reibereien. "Man erlebt sich einfach intensiver. Dazu kommt, dass soziale Kontakte und das gesellschaftliche Leben fehlen", betont Hofer.

"Man muss nicht immer alles im Duett machen"

Falls es Ärger im Paradies gibt, kennt die Psychotherapeutin Tricks zur Abhilfe. "Man muss nicht immer alles im Duett machen", schlägt sie vor, auch einmal einen Solo-Spaziergang zu machen oder alleine den Einkauf zu erledigen. "Das kann richtig heilsam sein."

Weitere Ratschläge der Expertin und ein Blick auf die Scheidungsrate im Bezirk lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Melker NÖN bzw. im E-Paper.