Hilfe für Herzkind Florian. 15-jähriger Melker wartet auf ein Spenderherz. Der Verein „Freunde der Herriederstraße“ will die Familie des Teenagers mit einer besonderen Aktion unterstützen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 25. November 2020 (04:37)
Florian (15) aus Melk braucht ein Spenderherz.
privat

Der Start ins Leben verlief für Florian, heute 15 Jahre alt, alles andere als leicht. Und es ist seither nicht leichter für ihn geworden.

Der Melker kam mit einem komplexen Herzfehler auf die Welt. Schon als Kleinkind wurde er deswegen operiert. Mittlerweile hat er fünf lebenswichtige Eingriffe hinter sich, zuletzt musste Florian im Juli in den OP-Saal. Zudem macht ihm akuter Eiweißverlust im Darm zu schaffen. Und: Florian braucht dringend ein Spenderherz. Der Teenager steht auf der Warteliste für Organspenden der Stiftung Eurotransplant.

„Florians Krankheit beeinträchtigt ihn sehr. Der rettende Anruf kann jederzeit kommen“, erläutert Erwin Gutlederer. Der Melker kennt die Situation der Familie – und ließ sich gemeinsam mit seinen Vereinskollegen der „Freunde der Herriederstraße“ etwas Besonderes einfallen, um sie zu unterstützen.

Spendensammlung im Fokus

Florian wird derzeit im Kinderherz-Zentrum in Linz versorgt. Unmittelbar in der Nähe davon befindet sich das Teddyhaus: Das sind Wohnmöglichkeiten auf Zeit für die Angehörigen. So oft wie möglich kommt seine Familie zu Besuch. Über Weihnachten werden sie ein paar Tage im Teddyhaus bei Florian übernachten – dem Teenager steht eine weitere Operation bevor. „Wir sammeln in dieser schwierigen Zeit, sowie ganz speziell für den Aufenthalt im Teddyhaus, Spenden für die Familie“, erläutert Gutlederer. Sie rufen aber nicht nur zur finanziellen Unterstützung auf, sondern auch eine Weihnachtsaktion in der Herriederstraße ins Leben.

Vereinsobmann Benjamin Steyrer: „Trotz der Corona-Situation wollen wir unsere Siedlung weihnachtlich gestalten. Jeder ist dazu eingeladen, die Vorgärten, Fassaden und Straßen zu schmücken.“ Wer mitmacht, unterstützt auch Florian: Für jede adventliche Gestaltung gehen zehn Euro vonseiten des Vereins an das für den Buben eingerichtete Spendenkonto.

Bisher sei das Projekt – und es ist immerhin das erste des neu gegründeten Vereins – gut angenommen worden. „Das Feedback in der Siedlung ist super, aber nicht nur dort: Die Einwohner der Hans-Gansch-Straße haben sich auch schon angekündigt, mitzudekorieren“, lobt Steyrer den Zusammenhalt.