Jungbunzlauer-Werksbau: Grüne blitzen mit Antrag ab. Grünen-Chefin Schneck verärgert: Dringlichkeitsantrag über Auswirkungen auf die Stadt von ÖVP und FPÖ abgeschmettert.

Von Markus Glück. Erstellt am 18. April 2019 (04:23)
Jungbunzlauer
Das geplante Jungbunzlauer-Werk in Bergern ließ in der vergangenen Gemeinderatssitzung die Emotionen hochkochen.

In der vergangenen Gemeinderatssitzung wollten die Grünen mit einem Dringlichkeitsantrag zum Thema Jungbunzlauer abermals auf die Gefahren des Werkbaus in Bergern hinweisen. Grünen-Stadtparteichefin Bettina Schneck sorgt sich nämlich um Auswirkungen betreffend Geruch, Lärm und Feinstaub auf die Bevölkerung.

Gleiß
Bettina Schneck warnt vor den Gefahren des Werkbaus.

Wie bereits beim ersten Antrag im November lehnten ÖVP und FPÖ die Aufnahme in die Tagesordnung und damit die Möglichkeit zur Diskussion ab, nur die SPÖ unterstützte das Anliegen der Grünen.

Während FP-Gemeinderat Thomas Gruber von „Panikmache“ der Grünen sprach, war auch die VP zu keiner Diskussion bereit. „Wir wissen noch zu wenig, über was sollen wir heute diskutieren? Ich habe euren Antrag erst gestern bekommen“, wundert sich VP-Stadtrat Adolf Salzer. Und auch VP-Stadtrat Peter Rath verwies darauf, erst das Verfahren abzuwarten und danach darüber zu diskutieren.

Aussagen, die Schneck und Grünen-Stadtrat Emmerich Weiderbauer die Zornesröte ins Gesicht trieben. Als unmittelbare Nachbargemeinde könnte Melk nämlich Parteienstellung beantragen und damit im Verfahren mitdiskutieren. „Ich finde die Vorgehensweise der VP fahrlässig. Warten wir ab, wird es zu spät sein“, ärgert sich Schneck.

Grüne fordern ein Informationsevent

Dass sich einige Mandatare mit der Situation noch immer nicht näher auseinandergesetzt haben, erzürnte Weiderbauer: „Jeder Mandat hat die Pflicht, sich Infos zu holen. Scheinbar habt ihr euch nicht gut damit befasst. Durch die Westwetterlage bekommt die Stadt alles ab.“

Dem Vorschlag von VP-Stadtchef Patrick Strobl, die Diskussion in den Ausschuss zu verlagern, können die Grünen wenig abgewinnen. „Wir wollen im Gemeinderat die Möglichkeit der großen Bandbreite nutzen und zusammen eine Position für die Stadtgemeinde schaffen“, betont Schneck, die sich auch ein Infoevent seitens der Stadt wünscht. Passiert dies nicht, wollen die Grünen eine derartige Veranstaltung alleine auf die Beine stellen und die Bevölkerung informieren.