Kritik an Verkauf von altem Bücherei-Gebäude. Liegenschaft in Babenbergerstraße wird bald Besitzer wechseln. Grüne erneuern ihre Kritik am Gebäudeverkauf.

Von Markus Glück. Erstellt am 12. Februar 2019 (03:24)
Glück
Das Gebäude in der Babenbergerstraße befindet sich derzeit noch im Besitz der Stadtgemeinde.

Die Absiedlung der Stadtbibliothek vom Standort in der Babenbergerstraße in die Hypo-Filiale in der Prandtauer-Straße macht einen Verkauf des Gebäudes möglich.

Die Liegenschaft war in der vergangenen Gemeinderatssitzung ein eigener Sitzungspunkt im nicht-öffentlichen Teil. Dort wählten die Mandatare aus drei Interessenten einen aus, mit dem in den nächsten Wochen Gespräche über einen Kauf geführt werden sollen. Laut NÖN-Informationen soll es sich dabei um den benachbarten Wirtschaftstreuhänder Emsenhuber handeln. Bestätigen will das VP-Bürgermeister Patrick Strobl auf NÖN-Anfrage nicht: „Wir werden darüber sprechen, wenn die Kaufabwicklung abgeschlossen ist.“

Indes erneuert Grünen-Parteichefin Bettina Schneck ihre Kritik am Verkauf des Gebäudes: „Ich war schon gegen die Verlegung. Wir müssen aufhören, unser Familiensilber zu verscherbeln.“ Anstelle eines Verkaufs würde sich Schneck wünschen, dass die Stadt das Gebäude weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich hält und damit weiter die Attraktivität der Innenstadt. „Wenn wir alles aus der Hand geben, können wir nur mehr zuschauen, was andere damit machen und nicht mehr selbst gestalten“, ärgert sich die Grünen-Gemeinderätin.