Landesklinikum: Jetzt ist Knipsen verboten. Weil Patienten immer häufiger im Krankenhaus das Handy zücken und ungefragt Personal und Behandlungen fotografieren, setzt es jetzt ein Knips-Verbot.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 27. März 2018 (04:00)
Landesklinikum Melk
Im Melker Landesklinikum hängen seit ein paar Wochen Plakate, die auf das Foto-Verbot innerhalb der Klinik hinweisen. Die Privatsphäre soll damit geschützt werden.

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz legte vor, die 27 Spitäler der Landeskliniken Holding ziehen nach: Patienten und Angehörige verletzen immer öfter durch ungefragtes Fotografieren mittels Smartphone die Privatsphäre von Krankenhauspersonal. Hinweis-Schilder sollen jetzt auf das Foto-Verbot hinweisen.

LK Holding
  

Im Melker Landesklinikum etwa hängen seit knapp sechs Wochen die Plakate. Pressesprecherin Christa Pehn sah diesbezüglich Handlungsbedarf in Melk: „Auch wenn wir kein so großes Spital wie etwa Linz sind und die Leute es nicht mit bösen Absichten machen – man muss dieses Verhalten eindämmen.“

Gleich beim Eingangsbereich und auf diversen Stationen machen die Schilder Patienten und Angehörige auf das Knips-Verbot aufmerksam. „Wir haben erst die Leute darauf hingewiesen, dass das unerlaubte Fotografieren nicht erwünscht ist. Mit den Plakaten sehen sie es jetzt auf einen Blick“, informiert Pehn.

Film- und Fotoaufnahmen im familiären Rahmen sind weiter gestattet – das Fotografieren der Klinik, Behandlungen oder Personen nur mit ausdrücklicher Genehmigung.