Mammutprojekt startet im Frühjahr. Kanal und Wasserleitungen werden saniert. Grundsatzbeschluss soll Sorge der Anrainer eindämmen.

Von Markus Glück. Erstellt am 16. November 2019 (04:23)
ARGE Kartografie; NÖN-Grafik: Bischof

Nach Verzögerung in der Planung und dem Einfließen mehrerer Bürgeranliegen sollen die Sanierungsarbeiten für Kanal- und Wasserleitungen sowie die Verlegung der Breitband-Internetanbindung am Kronbichl im Frühjahr starten. Das Mammutprojekt wird mit Kosten bis zu drei Millionen Euro beziffert.

In der vergangenen Gemeinderatssitzung sollte eigentlich bereits die Beauftragung der Arbeiten beschlossen werden. „Wir haben noch keinen Vergabevorschlag, daher können wir diesen Beschluss erst im Dezember fällen“, erklärt VP-Bürgermeister Patrick Strobl die Verzögerung.

Sorge bereitet den Anrainern aber ein anderer Umstand: Da die Kronbichl-Straße die einzige Verbindung in die Siedlung ist, plant die Gemeinde die Installierung einer weiteren Verbindungsstraße. Als solche wählte die Gemeinde die Albrechtsberger-Straße aus, die eigentlich eine Sackgasse ist.

Die Sorge der Anrainer ist, dass sich ihre Straße auch nach den Bauarbeiten zu einer Durchzugsstraße entwickeln könnte. Grünen-Stadtrat Emmerich Weiderbauer, selbst Anrainer am Kronbichl, brachte bereits im Mai den Vorschlag ein, die Straße danach mittels Schranken zu schließen. Ein Vorschlag, der jetzt auch umgesetzt wird. In einem Grundsatzbeschluss stimmte der Gemeinderat zuletzt dafür, dass ein Verkehr ausgeschlossen wird. „Die Straße soll nur in Ausnahmefällen durch Einsatzkräfte genutzt werden. Für Radfahrer und Fußgeher bleibt sie offen“, betont VP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann.