Mit Mode die Meere retten. Wer eine Kreation vom neuen Melker Modelabel „Manta“ kauft, sorgt für plastikfreie Gewässer. Maria Leichtfried, Lukas Fürst und Max Knot über ihr Herzensprojekt.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 27. Mai 2020 (04:53)
Im Auftrag des Rochens: Max Knot, Maria Leichtfried und Lukas Fürst (v. l.). Mehr Infos ab 11. Juni unter manta-clothing.at oder Social Media.
Olse Schön

Was kommt dabei heraus, wenn drei Freunde in der Coronazeit videotelefonieren? Im Fall von Maria Leichtfried (25), Lukas Fürst (29) und Max Knot (28): ein Modelabel.

Kennengelernt haben sich die drei über den Verein „Los Amigos“, der sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen. Und das soll nun auch ihre Marke „Manta“. „Die Idee hatten wir schon länger im Kopf“, berichtet Leichtfried. Zwei Problemfelder waren den Dreien nämlich schon länger ein Dorn im Auge: Fair produzierte, nachhaltige Kleidung ist schwer zu finden – und in den Weltmeeren sammeln sich jährlich immer mehr Tonnen an Plastik an. Diese zwei Fliegen wollen sie mit einer Klappe schlagen.

Wer eine „Manta“-Kreation kauft, sorgt dafür, dass ein Kilogramm Müll aus Meeren und Flüssen entfernt wird. „Beim Kauf unserer Produkte können sich die Kunden aussuchen, wo durch unseren Kooperationspartner ‚One Earth one ocean‘ Müll aus den Gewässern gefischt wird, etwa in Brasilien, Indonesien, Hong Kong oder auch Nigeria“, erläutert Fürst. Daher auch der Name „Manta“: „Riesenmantas filtern in den Meeren das Wasser. „Wir filtern ebenso wie der Manta – aber eben nach Plastik.“

Derzeit beläuft sich das „Manta“-Sortiment auf Damen- und Herren-Shirts, es sind auch andere Kleidungsstücke in Planung. Die Kreationen bestehen zu 100 Prozent aus Bio-Baumwolle und werden von einem belgischen Unternehmen, welches in Bangladesh unter fairsten Bedingungen produziert, hergestellt. Mit dem „Manta“-Logo bedruckt werden sie direkt in Melk. Seit einem Jahr beschäftigen sie sich mit dem Thema Siebdruck. Sobald Reisen wieder erlaubt ist, wollen die Melker übrigens selbst Hand anlegen und Müll aus den Meeren und Flüssen sammeln.