Nach Eklat bei Eisdisco folgt Rücktrittsaufforderung. Nach dem Ausfall der Eislaufsaison im letzten Jahr erfolgte am vergangenen Wochenende die Neueröffnung des Eislaufplatzes. Neben einem Showprogramm fand am Abend eine Eisdisco statt, bei der es laut Aussagen mehrere Eltern sowie weiteren Eislaufplatzbesucher zu einem Eklat kam...

Von Markus Glück. Erstellt am 27. November 2018 (15:29)
Symbolbild
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So sollen mehrmals gewaltverherrlichende Lieder, sogenannter „Gangster Rap“, gespielt worden sein. Passagen wie „Bussi, scheiß Bulle“, „Fahrradspeiche in die Niere“ oder „Ich schlag dir mit dem Eisen ins Gesicht“ erzürnten dabei die Eltern, die jetzt Konsequenzen von der Stadtgemeinde als Veranstalter sorgen. Pikant dabei ist, dass zur ersten Eisdisco, mit DJ Schubi ausgerechnet ein VP-Gemeinderat hinter dem DJ-Pult stand. Dieser wird jetzt aufgefordert, sein Mandat zurückzulegen.

Jugendlicher schlich sich mehrmals ans Pult ...

Bereits vor der dem Start der Eisdisco schlich sich ein Jugendlicher an das DJ-Pult, um eines der menschenverachtenden Lieder zu spielen, dies wurde jedoch sofort unterbunden. Während der Eisdisco hat sich der Vorfall dann wiederholt. Dazu muss man wissen, dass Kinder und Jugendliche im Rahmen der Eisdisco immer die Chance haben, selbst in die Rolle des DJ zu schlüpfen.

Markus Glück

„Bis jetzt hat es immer funktioniert, dass Kinder ihre Lieder aufgelegt haben. Den Übeltäter habe ich beim ersten Mal auch zur Rede gestellt, obwohl ich da noch nicht dafür zuständig war. Beim zweiten Mal, als es bei der Eisdisco passierte, war ich gerade auf der Toilette“, erklärt Schuberth gegenüber der NÖN. Er betont auch, dass er derartige Liedtexte absolut verurteile: „Jeder der mich kennt, weiß, dass das nicht mein Musikgeschmack ist. Wie wir das Lied gehört haben, haben wir es sofort abgedreht.“

Angesprochen auf die Rücktrittsforderungen streicht Schuberth seinen jahrelangen Einsatz für Kinder und Jugendliche, aber auch für den Eislaufplatz hervor. „Nur weil ich einmal nicht aufgepasst habe, soll ich zurücktreten? Ich trete sicher nicht zurück. Der Jugendliche wurde zur Rede gestellt und hat sich auch entschuldigt. Man muss jetzt keine Staatsaffäre daraus machen. Ohne meinen Einsatz würde es den Eislaufplatz gar nicht mehr geben“, erklärt der VP-Gemeinderat.

Angesprochen auf den Vorfall betont VP-Bürgermeister Patrick Strobl, die Angelegenheit intern zu klären: „Ich habe selbst mit einem Elternteil gesprochen. Ich werde aber auch den Kontakt mit dem zuständigen Stadtrat suchen.“ Der für den Eislaufplatz zuständige SP-Stadtrat Jürgen Eder verurteilt gegenüber der NÖN die Liedtexte, für zukünftige Eisdiscos wird es zudem einen strengeren Leitfaden geben. „Alles andere möchte ich zuerst mit Bürgermeister Patrick Strobl besprechen“, meint Eder.