Neue Kooperation: Die „Medizin“ mit Schuss. Die „Tastedillery“ und die Landschaftsapotheke präsentieren Hochprozentiges aus Melk: den „MediGin“. Eine Kooperation, die an die Entstehung des Gins erinnert.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 28. Dezember 2020 (05:45)

Sowohl bei Medizin und alkoholischen Getränken gilt: Achtung bei der Dosis! Das wissen Ulrike Diernegger-Gradwohl, Leiterin der Melker Landschaftsapotheke, und auch Fabian Sautner, Inhaber der „Tastedillery“, Fachgeschäft für regionale Spirituosen, ganz genau. Was dabei herauskommt, wenn eine Apothekerin und ein Schnapsbrenner gemeinsam die Destille befüllen? Der „MediGin“.

„Ich hatte diesen Sommer die Idee, Uli war gleich davon begeistert und wir haben begonnen, daran zu tüfteln“, berichtet Sautner, wie es zu dieser Kooperation kam. Eine Idee, die der Entstehungsgeschichte des Getränks entspringt, wie Sautner betont: „Der Gin kommt schließlich aus der Medizin.“ Der Erfinder des Wacholderschnapses, wie man ihn heute am Bartresen serviert bekommt, war nämlich der hessisch-niederländische Arzt Franciscus Sylvius. „Es lag also auf der Hand. Alkohol und Gewürze sind zudem ja auch noch heute in der Apotheke erhältlich“, erläutert Sautner.

Zwei Monate experimentierten die beiden, bis der „MediGin“ ihren Vorstellungen entsprach. Charakteristisch für die hochprozentige Schöpfung sei der würzige Geschmack dank Angelikawurzel, auch Ringelblume, Lemongras, Nelke und Koriander sorgen für Geschmack. Nach dem „Ischgl Gin“ ist dies nun eine weitere Eigenkreation aus der „dicken Berta“ – so nennt Sautner liebevoll die Destille im Kellergewölbe seiner Brennerei. Übrigens ist der „MediGin“ eine Melker Produktion durch und durch: Nimo Zimmerhackl designte das Etikette.