Quarzwerke: Zu viel abgebaut?. Geschäftsführer Heidenreich dementiert Gerüchte, dass mehr als erlaubte Menge an Quarzsand auf Wachberg abgebaut wurde.

Von Markus Glück. Erstellt am 27. Mai 2020 (04:10)
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Mehr als erlaubt sollen die Quarzwerke in den vergangenen Jahren am Wachberg abgebaut haben. „Es geht um rund dreimal so viel abgebauten Quarzsand, wie von der Behörde und den Grundeigentümern genehmigt wurde,“ beklagt ein vermeintlicher Insider gegenüber der NÖN.

„Stimmt nicht“, dementiert Thomas Heidenreich, Geschäftsführer der Quarzwerke Österreich, auf NÖN-Anfrage: „Die Summe der gesamten Abbaumengen am Wachberg bewegt sich auf demselben Niveau wie in den letzten Jahren und wurde auch nicht überschritten.“

Heidenreich betont auch, dass die Abbaumengen durch ein Melker Vermessungsbüro überprüft werden. Daneben gebe es regelmäßige Vor-Ort-Besichtigungen durch unterschiedliche Behördenvertreter. Alle fünf Jahre müsse auch der Gewinnungsbetriebsplan neu genehmigt werden. „Damit ist eine lückenlose und kontinuierliche Überprüfung garantiert“, sagt Heidenreich.

Aktuell befinden sich die Quarzwerke zudem in Verhandlungen mit der Stadtgemeinde Melk, um eine Aktualisierung des bestehenden Abbauvertrages zu erreichen. Der bisherige Vertrag stammt aus dem Jahr 1982 und erfüllt nach Ansicht von Heidenreich nicht mehr die heutigen Gegebenheiten. Dabei ist aber keine Vergrößerung der Abbaufläche, wie manche Gerüchte in der Stadt lauten, geplant. „Fakt ist, dass bereits ausgesandete Lagerstättenbereiche rekultiviert sind bzw. werden und dafür neue Flächen in Anspruch genommen werden“, erläutert Heidenreich.

In der Tat war ein neuer Abbauvertrag auch Bestandteil des nicht-öffentlichen Teils der vergangenen Gemeinderatssitzung. „Die Quarzwerke sind ein wichtiger Partner der Stadt. Es geht jetzt darum, zu welchen Konditionen in Zukunft abgebaut werden kann“, betont VP-Stadtchef Patrick Strobl.