Rollen bald E-Scooter durch die Stadt?. 20 E-Scooter sollen innerstädtische Bereiche in Melk besser verbinden. Leihe erfolgt mittels App. Fußgängerzone ist tabu.

Von Markus Glück. Erstellt am 25. Februar 2020 (04:55)
Bereits im Juni des Vorjahres kaufte die Stadtgemeinde E-Scooter für die Gemeindemitarbeiter an. VP-Stadtchef Patrick Strobl nutzt diese regelmäßig.
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Seit einem halben Jahr düsen die Mitarbeiter der Stadtgemeinde, darunter auch die Parksheriffs, mit E-Scooters durch die Stadt. Das Ziel sind kurze Wege, wie der Gang zur Post oder zu Besprechungen, anstelle mit dem Auto auf nachhaltige Art zu vollziehen.

VP-Bürgermeister Patrick Strobl denkt aber bereits weiter. So wurden zuletzt Gespräche mit E-Scooter-Verleihfirmen geführt, die eine flächendeckende Einführung von Scootern zum Ziel haben. „Die Verleihfirmen, mit denen wir bisher gesprochen haben, haben uns erklärt, dass wir zu klein sind. Wir sind daher noch auf der Suche nach einer Firma, die es mit uns versuchen möchte und die Geräte zur Verfügung stellt“, erklärt Strobl.

Wer bei der Einführung von Leih-Scootern aber an Scootermassen wie in Wien denkt, irrt. Die Stadtgemeinde will sich auf einen einzigen Anbieter zur Vermietung beschränken, zum Start ist eine Anzahl von 20 E-Scootern angedacht. „Wir wollen klein starten“, betont Strobl.

Zudem überlegt man bereits im Vorfeld, Sperrzonen für die Scooter mittels GPS festzulegen. Verlässt der Lenker diese Zonen, bremst das Gefährt automatisch ab. Für die Nutzung angedacht ist das Fünfeck Stift Melk, Bahnhof, Innenstadt, Löwenpark und Schiffsanlegestelle. Tabu für die Scooter ist die Fußgängerzone.

Strobl denkt bei möglichen Nutzern vor allem an die tausenden Touristen der Stadt, aber auch an die Schüler: „Synergieeffekte sind möglich. Schüler fahren mit dem Scooter vom Bahnhof ins Stiftsgymnasium und Touristen nehmen dann damit den Weg zur Schiffsanlegestelle oder in die Stadt.“

Stadtgemeinde will die Scooter ankaufen

Die Verleihung soll mittels App erfolgen. Die Stadt will die E-Scooter vom Anbieter direkt kaufen, damit die Kosten für die Nutzer gering bleiben. Bis zum Start im Frühjahr will die Stadt noch Projektdetails konkretisieren. So ist noch die Frage offen, wer die Scooter einsammeln wird (wahrscheinlich der Wirtschaftshof) und wie oft und wo die Geräte geladen werden müssen.

Bereits in der ersten Stadtratssitzung der neuen Legislaturperiode soll das Projekt besprochen und auch beschlossen werden.

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